Pitch bei der Allianz geht auf die Zielgerade

Freitag, 16. Oktober 2009
Pitch bei der Allianz steht vor der Entscheidung
Pitch bei der Allianz steht vor der Entscheidung

Es ist der mit Abstand größte Pitch des Jahres: das Agenturauswahlverfahren bei der Allianz. Dementsprechend hart ist der Etat umkämpft - nicht zuletzt hinter den Kulissen. Bei Wasserstandsmeldungen ist also besondere Vorsicht geboten. Dennoch soll nach Informationen von HORIZONT.NET nun eine Vorentscheidung gefallen sein. Dem Vernehmen nach hat sich der Versicherungskonzern für eine Zusammenarbeit mit der Agentur Atletico und deren Netzwerk Grey entschieden. Das Nachsehen hätte in diesem Fall die DDB-Gruppe, die ebenfalls im Finale steht. Bereits ausgeschieden sind der bisherige internationale Etathalter BBDO und Y&R. Atletico betreut seit einigen Jahren den Deutschland-Etat der Allianz. Das ausgeschriebene Paket hat sich im Laufe des Pitchverfahrens vergrößert. Zunächst ging es um die Entwicklung einer internationalen Kampagne, dann kam das Deutschland-Budget hinzu. Jetzt steht offenbar die Steuerung des gesamten weltweiten Etats in Aussicht.

Eine Bestätigung dafür, dass bereits eine Entscheidung gefallen ist, gibt es nicht. Die beteiligten Agenturen hüllen sich in Schweigen. Und ein Sprecher der Allianz teilt mit, der Pitch sei nicht abgeschlossen und eine Entscheidung noch nicht getroffen. Dennoch gibt es Signale, dass Atletico und Grey gute Karten haben. So soll die von der Agentur entwickelte Kampagne in der kommenden Woche als einzige dem Konzernvorstand präsentiert werden. Der Vorschlag von DDB wird diesem Gremium demnach nicht mehr gezeigt.

Zusammen mit dem Werbeetat wurde auch der Mediaetat ausgeschrieben. Bislang wird der Konzern hierzulande von der Agentur Mindshare aus der Group M betreut, die wie Grey zur WPP-Holding gehört. Beobachter halten es für möglich, dass das gesamte Paket bei einer Holding gebündelt wird - also bei Grey und einer Agentur aus der Group M (neben Mindshare noch Mediacom, Mediaedge CIA und Maxus) oder - sollte die Entscheidung doch anders ausfallen - bei DDB und deren Omnicom-Mediaschwester OMD. mam            
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