Pictorion Das Werk ist zahlungsunfähig

Mittwoch, 22. Juni 2011
Co-Geschäftsführer Michael Brink will das operative Geschäft weiterführen
Co-Geschäftsführer Michael Brink will das operative Geschäft weiterführen

Die Postproduktionsfirma Pictorion Das Werk hat Anfang der Woche beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Co-Geschäftsführer Michael Brink bestätigt einen entsprechenden Eintrag im Justizportal. Hauptgründe für die Insolvenz sind laut Brink die Folgen der Rezession aus dem Jahr 2009, von denen sich Pictorion das Werk nicht mehr erholt habe. Zum anderen sei ein privates Darlehen fällig gestellt worden, das nicht mehr bedient werden konnte.

Von dem jetzigen Schritt sind rund 140 Mitarbeiter an den Standorten Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Berlin sowie in der Kölner Unternehmenszentrale betroffen. Trotz der Insolvenz soll das operative Geschäft weitergeführt werden. Wichtige Kunden haben laut Brink bereits zugesagt, an Bord zu bleiben. Zusammen mit seinem Partner Wolf Bosse plant er einen Management Buyout. Dazu stehe man gemeinsam mit der Insolvenzverwalterin Ruth Rigol von der Kölner Kanzlei Ringstmeier & Kollegen im Gespräch mit potenziellen Investoren, die bereits konkretes Interesse geäußert haben, teilt Brink mit. Auch die vorläufige Insolvenzverwalterin will den Betrieb erhalten: "In dieser schwierigen Situation für das Unternehmen werde ich alle Mittel ausschöpfen, um eine Fortführung des Unternehmens zu sichern", sagt Rigol

Aktueller Eigentümer von Pictorion Das Werk ist der Medienunternehmer Helmut Breuer. Er hatte die Firma Anfang 2003 erworben - nachdem Das Werk im Jahr zuvor schon einmal in die Insolvenz gegangen war. Die Beschäftigten wurden heute in einer Betriebsversammlung über den Insolvenzantrag und die weiteren Schritte informiert. mam 
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