Philips lässt um internationalen Kreativ- und Mediaetat pitchen

Donnerstag, 21. Juli 2011
Philips schreibt Etats aus
Philips schreibt Etats aus

Der Elektronikkonzern Philips schreibt seinen internationalen Kreativ- und Mediaetat aus. Das berichten internationale Fachmedien. Das Gesamtvolumen liegt Schätzungen zufolge bei mehr als 300 Millionen Euro. Die Überprüfung wird inzwischen auch vom Unternehmen gegenüber HORIZONT.NET bestätigt. Das Verfahren soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Betroffen von dem Schritt sind die beiden Etathalter DDB (Kreation) und Carat (Media). In Deutschland wird Philips von DDB Tribal in Hamburg betreut. Das zuletzt mit diesem Kunden erzielte Volumen dürfte allerdings recht gering sein, da kaum größere Projekte realisiert wurden. Anders sieht die Situation bei DDB in London und in Amsterdam aus. Dort wurde die internationale Werbung entwickelt und gesteuert.

DDB hatte Anfang 2001 den früheren Etathalter Euro RSCG bei Philips abgelöst und seitdem die Werbung für das niederländische Unternehmen entwickelt. In dieser Zeit entstanden mehrere preisgekrönte Arbeiten. So gewannen DDB und Philips 2009 mit "Carousel" den Grand Prix in Cannes in der Kategorie Film. 2010 folgte ein Grand Prix in der Kategorie Film Craft für "The Gift".

Dennoch will sich der Kunde offenbar neu orientieren. Das Unternehmen steckt derzeit in einer schwierigen Situation. Erst vor wenigen Tagen hat Philips eine schwache Bilanz für das 2. Quartal mit einem Verlust von mehr als einer Milliarde Euro präsentiert. Gleichzeitig kündigte Philips ein Sparprogramm an, mit dem die Kosten um 500 Millionen Euro gesenkt werden sollen. Wie lukrativ das Mandat vor diesem Hintergrund ist, muss sich zeigen. mam       
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