Pferdefleischskandal: So springen die Kreativen auf den Zug auf

Dienstag, 19. Februar 2013
Dieses Motiv hat Opel auf seiner Facebook-Seite gepostet (Quelle: Opel)
Dieses Motiv hat Opel auf seiner Facebook-Seite gepostet (Quelle: Opel)

Der Pferdefleischskandal zieht weiter seine Kreise. In Deutschland hat er gerade auch den Lebensmittelkonzern Nestlé erreicht. In zwei tiefgekühlten Nudelprodukten - Ravioli und Tortellini der Marke Buitoni - wurden Spuren von Pferde-DNA gefunden. Die Werbeindustrie nimmt das Ganze mit Humor. HORIZONT.NET hat einige Beispiele darunter Mini, Opel und Peta zusammengetragen. Viel Spaß beim Anschauen!

Opel

"0 Prozent Pferdefleisch. 280 Pferdestärken" - der Rüsselsheimer Autobauer Opel postete dieses Motiv auf seiner Facebook-Seite. Das Foto kam gut an. Bislang streckten knapp 8.000 Opel-Fans ihren Daumen in die Höhe. Die Kreation kommt von MRM Worldwide.

Peta

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Die Tierrechtsorganisation Peta greift den Skandal ebenfalls auf und nimmt mit diesem Stellung zur Debatte (Kreation: inhouse). Die Botschaft lautet: "Wenn Sie keine Pferde essen würden, warum dann Kühe? Wo ist der Unterschied? Werden Sie vegan!" Der Pferdefleisch-Skandal zeige deutlich, wie sehr Verbraucher Tiere in Kategorien einteilen, erklärt Peta-Kampagnenleiterin Sabine Weick. "Kühe, Schweine, Hühner und Pferde fühlen die gleichen Schmerzen. Wer kein Pferdefleisch essen würde, sollte deshalb alle tierischen Produkte von seinem Speiseplan streichen."

Mini

Mini wirbt in der Schweiz für seine Pferdestärken
Mini wirbt in der Schweiz für seine Pferdestärken
Der Skandal um als Rindfleisch deklariertes Pferdefleisch hat insbesondere die Automobilindustrie inspiriert. Die Verbindung Motorenleistung und Pferdestärke liegt auf der Hand. Ein erstes Beispiel liefert die BMW-Marke Mini in der Schweiz. "Mit der Power von 218 Lasagnen" lautet die Botschaft von Rod Kommunikation. Die Anzeige für den Mini John Cooper Works ist die erste Arbeit der Zürcher Agentur als Stammbetreuer des Autobauers im Alpenland. Sie verantwortet das Mandat seit Jahresbeginn.

Appenzeller

Die Anzeige ist im "Blick am Abend" erschienen (Quelle: Appenzeller)
Die Anzeige ist im "Blick am Abend" erschienen (Quelle: Appenzeller)
Der Käsehersteller Appenzeller meldet sich mit dieser Anzeige zu Wort. In dem Motiv, das im Schweizer "Blick am Abend" erschienen ist, stellt die Marke klar: Appenzeller Käse wird seit über 700 Jahren  ausschliesslich aus Milch von glücklichen Kühen hergestellt - und garantiert ohne Pferdemilch.

Hero

Pferdespuren auf beim Schweizer Titel "20 Minuten"
Pferdespuren auf beim Schweizer Titel "20 Minuten"
Rasch auf den Zug aufgesprungen ist auch der Schweizer Lebensmittelkonzern Hero. Dessen Agentur Streuplan mit Sitz in Zürich hat vergangenen Freitag in der Print- und Onlineausgabe der Zeitung "20 Minuten" diese Anzeige geschaltet, um auf die Qualität der Eier-Ravioli hinzuweisen: "Wir möchten nicht darauf rumreiten, aber: Hero Ravioli – Garantiert mit Schweizer Rindfleisch."

Hiltl

Mit diesem Motiv macht Hiltl auf Facebook Spaß (Foto: Hiltl)
Mit diesem Motiv macht Hiltl auf Facebook Spaß (Foto: Hiltl)
Das vegetarische Restaurant Hiltl nutzt den Pferdefleisch-Skandal für eine augenzwinkernde Eigenwerbung. Mit dem Bild einer Findus-Lasagneverpackung bewirbt die Gaststätte in Zürich auf ihrer Facebook-Seite ihr vegetarisches Sonntagsbuffet. Für die Fotomontage hat Hiltl das Findus-Logo mit dem eigenen ersetzt. Die Botschaft darunter: "Hiltl Lasagne garantiert ohne Rössli".

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