Petersen Naumann stellt Insolvenzantrag

Mittwoch, 29. August 2001

Dass das Jahr 2001 für einige Werbefilmproduktionen ein ganz hartes werden wird, hatten HORIZONT.NET und HORIZONT (32/01) schon vor einigen Wochen vermeldet. Nun gibt es das erste prominente Opfer der Werbeflaute aus dem Produktionsbereich zu beklagen: PetersenNaumann, im vergangenen Jahr noch drittgrößte Werbefilmproduktion in Deutschland, hat Insolvenz beantragt; Gesellschafter Oliver Szekessy verlässt das Unternehmen. Tony Petersen ist damit künftig alleiniger Gesellschafter der Produktion. Mitgründer Bernd Naumann hatte das Unternehmen bereits im Juli verlassen.

Petersen steht nun vor der schwierigen Aufgabe, das sinkende Schiff wieder in sichere Gewässer zu navigieren. Wie er gegenüber HORIZONT betonte, habe bislang lediglich die Unternehmenssparte Petersen Naumann Entertainment ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Die Werbefilmproduktion bleibe weiterhin handlungsfähig. Eine Auffanggesellschaft soll außerdem dafür Sorge tragen, dass die Schäden so gering wie möglich gehalten werden.

Petersen begründet die Zahlungsunfähigkeit mit der schwachen Konjunktur im 1. Halbjahr 2001. Außerdem habe die Produktion Anfang des Jahres mit einem börsennotierten Unternehmen in Merger-Verhandlungen gestanden. Die aufgrund von Aktien- und Umsatzeinbrüchen geplatzte Fusion sei mit daran schuld, dass sich die Top 3 der deutschen Werbefilmproduktionen nunmehr in derartigen Zahlungsschwierigkeiten befinde. Laut Petersen steht jedoch bereits ein Investor auf dem Plan, und innerhalb der nächsten Wochen soll die künftige Gesellschafterstruktur des Unternehmens bekannt gegeben werden.
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