PSA vertagt Entscheidung vom Vergabe des Mediaetats

Mittwoch, 19. September 2001

Der Mediaetat für die Automarken Citroen und Peugeot hängt offensichtlich noch immer in der Warteschleife. Obwohl der PSA-Konzern vergangenen Freitag zu ei-ner endgültigen Entscheidung darüber kommen wollte, wer nach Carat den 300 bis 350 Millionen Mark hohen Mediaetat betreuen soll, gibt es noch keinen Pitch-Sieger. Weder Optimedia, die nach dem Verlust des Renault-Etats auf PSA hoffen, noch Initiative Media, OMD oder CIA wissen bislang, ob sie den lukrativen Mediaetat des Automobilkonzerns auf ihre Kundenliste setzen können.

Branchenkenner vermuten, dass PSA abwarten will, bis die Übernahme der britischen Tempus-Gruppe über die Bühne ist. Vor einigen Wochen eröffnete Havas Advertising die Übernahmeschlacht um Tempus, dem ein höheres Angebot von WPP folgte. Sollte Havas erneut nachlegen und damit den Zuschlag für die Tempus-Übernahme bekommen, werde laut Insidern wohl CIA das Rennen um den PSA-Etat machen. Denn Branchenkenner vermuten, dass der französische Konzern eine europäische Medialösung anstrebt.

Ob es ausgerechnet das CIA-Network der Tempus Group sein wird, ist allerdings fraglich, denn CIA ist bereits die internationale Koordinationsagentur von Daimler Chrysler. Den deutschen Mediaeinkauf betreut wiederum OMD Germany. Initiative Media und Optimedia sind derzeit nur im deutschen Markt
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