PR-Trendmonitor: Agenturen sind optimistisch

Donnerstag, 07. September 2006
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Honorarumsatz PRagenturen


Ein großer Teil der PR-Agenturen geht für das laufende Jahr von deutlich besseren Geschäften aus. Mehr als 22 Prozent der befragten Agenturen erwarten bei den Honorarumsätzen Zuwachsraten von mehr als 10 Prozent. Weitere 32 Prozent prognostizieren immerhin noch ein Plus von bis zu 10 Prozent. Das sind nur die wichtigsten Ergebnisse des PR-Trendmonitors, den der Hamburger Nachrichtendienst News Aktuell gemeinsam mit der Hamburger PR-Agentur Faktenkontor erstellt hat. Dazu wurden im Juli und August insgesamt 2251 Fach- und Führungskräfte aus PRAgenturen und Pressestellen verschiedener Unternehmen befragt. Besonders optimistisch äußern sich kleine Kommunikationsdienstleister mit bis zu fünf Mitarbeitern sowie Großagenturen mit mehr als 100 Namen auf der Gehaltsliste. Der positive Trend bei den Honorarumsätzen spiegelt sich in der Bezahlung wider. Bei den PR-Agenturen ist inzwischen offensichtlich ein starker Wettbewerb um den Nachwuchs entbrannt, der sich in steigenden Gehältern niederschlägt. So erhielten beispielsweise 39 Prozent der Junior-Berater in den vergangenen drei Jahren Zuschläge von mehr als 20 Prozent. Im Gegenzug musste allerdings im selben Zeitraum auch jeder achte Agenturmitarbeiter Gehaltskürzungen in Kauf nehmen.

Ein widersprüchliches Bild ergibt der Blick in die Pressestellen der Unternehmen. Nahezu 60 Prozent gehen von gleichbleibenden PR-Investitionen aus. Bei knapp 21 Prozent der Unternehmen wird sich das Budget am Jahresende erhöht haben. Dagegen sind in etwa 9 Prozent der PR-Auftraggeber Kürzungen um bis zu 10 Prozent angesagt, bei knapp 6 Prozent werden die Budgets noch stärker beschnitten. Vor allem Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern stehen weiterhin auf der Kostenbremse. Trotzdem haben insbesondere die mittelständischen Unternehmen die Gehälter ihrer Mitarbeiter - hier allerdings vor allem auf den höheren Hierarchiestufen - überproportional erhöht. si
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