PR-Ranking: Umsatzerhalt ist oberstes Ziel

Donnerstag, 10. April 2003

Durchwachsen verlief das Geschäftsjahr 2002 für die deutschen PR-Agenturen. Um 1,4 Prozent legten die 30 größten Kommunikationsdienstleister im diesjährigen PR-Ranking zu. "Das ist angesichts des Marktumfeldes jedoch ein passables Ergebnis", kommentiert Rupert Ahrens, Präsident der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA), der im vergangenen Jahr noch mit 5 bis 10 Prozent rechnete. Immerhin gelang es rund der Hälfte der Agenturen, den Umsatz auf Vorjahresniveau zu halten oder sogar zu steigern.

Ihren Platz 1 im Ranking verteidigte die ECC-Gruppe. Sie legte beim Honorarumsatz 2002 um rund 10 Prozent zu. Diese Angabe beruht allerdings auf Schätzungen des PR-Herbstmonitors, da die Töchter der internationalen Holdings seit kurzem keine regionalen Ergebnisse mehr ausweisen. Dasselbe gilt für die zweitplatzierte Agentur Weber Shandwick. Sie verlor etwa 14 Prozent aufgrund des schwächelnden internationalen Geschäfts. Zu den Shootingstars 2002 gehört Media Consulta, die ihr Ergebnis um 37 Prozent verbesserte und auf Platz 3 landete. Zweistellige Zuwächse fuhren auch die Agenturen Fischer Appelt, Oliver Schrott, Burson-Marsteller und Jeschenko ein. Ein zweistelliges Minus verbuchten hingegen Hunzinger, Fleishman-Hillard, ABC Euro RSCG, Edelman, Leipziger & Partner und Kirchhoff Consult.

Die Prognosen für dieses Jahr sind verhalten. Durch Umstrukturierungen und Entlassungen versuchen sich viele Agenturen schlanker und effizienter als bisher aufzustellen. Denn das oberste Ziel der erfolgsverwöhnten Branche lautet für 2003 erstmals nicht Wachstum sondern Umsatzerhalt. sib

Die Top 30 PR-Agenturen 2002
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