PR-Legende Burson: "Das hätten wir nie akzeptieren dürfen"

Donnerstag, 28. Juli 2011
Harold Burson räumt Fehler ein
Harold Burson räumt Fehler ein

Nach dem von seiner Agentur Burson-Marsteller produzierten Facebook-Skandal äußert sich nun auch PR-Legende Harold Burson zu dem Vorgang. "Wir hätten den Auftrag zu diesen Konditionen niemals akzeptieren dürfen", sagt der 90-Jährige in einem Interview mit dem "Handelsblatt". "Das war ein klarer Verstoß gegen die ethischen Prinzipien unserer Agentur, den wir bedauern", so Burson weiter. Im Mai war bekanntgeworden, dass die Agentur im Auftrag von Facebook versucht hatte, negative Berichterstattung über Google zu provozieren. Bei entsprechenden Informationen an Blogger hatte Burson-Marsteller seinen Auftraggeber verschwiegen. Diesem Vorgehen stehen nicht nur "ethische Prinzipen der Agentur", sondern auch internationale PR-Kodizes entgegen.

Im Gespräch mit dem "Handelsblatt" betont Burson, dass die Geschäftspraktiken seine Agentur ansonsten "zu 100 Prozent transparent" seien. "Lügen sind in unserer Branche nicht zu tolerieren", so der erfahrene PR-Experte. Auch Deutschland-Chef Karl-Heinz Heuser hatte sich unmittelbar nach Bekanntwerdne des Vorgangs klar von dem Vorgehen seiner US-Kollegen bei Burson-Marsteller distanziert. mam 
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