PR-Agenturen werden auf Zwangsdiät gesetzt

Donnerstag, 29. November 2001
Weiterhin auf Platz 1: Gregor Schönborn, ECC Kohtes Klewes
Weiterhin auf Platz 1: Gregor Schönborn, ECC Kohtes Klewes

Der Höhenflug ist beendet. Die PR-Branche, die in den vergangenen Jahren Zuwachsraten von 25 Prozent verzeichnete, kehrt auf den Boden der Tatsachen zurück. Die PR-Beratungen steigern in diesem Jahr ihr Gross Income um durchschnittlich 7 Prozent. Das ergab eine HORIZONT-Umfrage unter den Chefs der Top-30-Agenturen.

Insider gehen sogar davon aus, dass das reale Wachstum noch geringer ausfallen wird. Rupert Ahrens, Präsident der Gesellschaft Public-Relations-Agenturen räumt ein, dass das Wachstum von 7 Prozent "angesichts der Erwartungen am Jahresanfang eine Enttäuschung ist." In Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Lage sei das Ergebnis jedoch immer noch respektabel.

Am härtesten hat es in diesem Jahr die Bereiche Finanzkommunikation und IT getroffen. So büßt die Düsseldorfer Finanz-PR-Beratung Haubrok rund 50 Prozent ihres Gross Incomes von rund 10 Millionen Euro ein. Auch die IT-Spezialisten von Brodeur aus der ECC-Gruppe verzeichnen ein Minus von 23 Prozent.

Trotzdem gibt es auch Gewinner im Krisenjahr. So verbuchen beispielsweise die Agenturen Ahrens & Behrent sowie Deekeling Zuwächse von jeweils 30 Prozent. Branchenprimus bleibt die Agentur ECC Kohtes Klewes.

Mehr Infos zur HORIZONT-Umfrage gibt es in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am heutigen Donnerstag erscheint.

Meist gelesen
stats