PR-Agenturen wachsen zweistellig

Mittwoch, 19. April 2006

Die Top 20 der PR-Agenturen haben 2005 ihr Honorarvolumen gegenüber dem Vorjahr um 12,4 Prozent erhöht. Insgesamt setzten sie nach der Auswertung durch das "PR-Journal" 210,8 Millionen Euro (Vorjahr: 187,6 Millionen) um. Angeführt wird das Ranking von Pleon Kohtes Klewes, bei der aufgrund der Beschränkungen durch den Sarbanes-Oxley-Act noch die Vorjahreszahlen zugrunde gelegt werden. Da die Agentur ihr Geschäft mit bestehenden Großkunden ausgebaut hat und attraktive neue Klienten gewinnen konnte, dürfte sich der reale Honorarumsatz von Pleon der 40 Millionen-Euro-Grenze annähern und damit der Abstand zur zweitplatzierten Media Consulta (22 Millionen Euro) noch deutlicher ausfallen. Auf Platz 3 folgt die Düsseldorfer Hering Schuppener Gruppe, die ihren Honorarumsatz um 13,5 Prozent auf gut 17 Millionen Euro steigerte.

Die stabile positive Entwicklung der PR-Geschäfte wird auch von der unveränderten Reihenfolge auf den ersten sechs Plätzen unterstrichen. Den größten Umsatzsprung machte die Scholz & Friends PR Group. Dank Etats wie "Land der Ideen", Milram und verschiedenen neue Kunden im Bereich Healthcare landete die Agentur mit einem Plus von 50 Prozent auf 11,4 Millionen Honorarumsatz auf dem 7. Platz. Bei den Top 20 mussten lediglich WBPR (Platz 18) und Koob (Platz 19) rückläufige Honorarerlöse hinnehmen.

Von den 20 führenden Agenturen des PR-Rankings sind nur sechs Mitglied der GPRA Gesellschaft Public Relations Agenturen. Dessen Mitglieder hatten kürzlich ein durchschnittliches Wachstum von lediglich 7,5 Prozent gemeldet.

Die gute Entwicklung im PR-Geschäft schlägt sich auch deutlich beim Personal nieder. Gegenüber dem Vorjahr stieg bei den Top 20-Agenturen die Zahl der Mitarbeiter um 186 (11,4 Prozent) auf 1855.

Mehr dazu in der HORIZONT-Ausgabe 16/2006, die am 20. April erscheint.

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