PR-Agenturen stehen kurz vor Nulldiät

Donnerstag, 05. Dezember 2002
Sieht keinen Grund zur Schwarzmalerei: Rupert Ahrens
Sieht keinen Grund zur Schwarzmalerei: Rupert Ahrens

Selbst die in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnte PR-Branche blickt mittlerweile voller Skepsis auf das nächste Geschäftsjahr. Gerechnet wird vielerorts mit weiteren Kürzungen, nur wenige erwarten nennenswerte Umsatzsteigerungen. Insgesamt rechnen die Top-50 der deutschen PR-Agenturen mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,5 Prozent für 2002. Das ergab eine Umfrage unter den 50 größten deutschen PR-Agenturen. Im vergangenen Jahr hatte man noch 6,2 Prozent erzielt.

Im Ranking der größten deutschen PR-Agenturen bleibt an der Spitze alles beim alten. Die ECC-Agenturen führen die Liste an vor Weber Shandwick. ECC legte noch einmal 10,45 Prozent zu, während die Nummer 2 sogar 13,76 Prozent einbüßte. Auf den weiteren Plätzen folgen Media Consulta, Trimedia und die Hering Schuppener Gruppe. Dabei machte Media Consulta mit 31,07 Prozent Plus den größten Sprung nach vorne und verbesserte sich im Ranking um zwei Plätze.

GPRA-Chef Rupert Ahrens will trotz des schwachen Ergebnisses nicht von einer PR-Krise reden. "Natürlich schlägt die Rezession auch auf unsere Branche durch. Solange es trotzdem noch für ein geringes Wachstum reicht, gibt es keinen Grund zur Schwarzmalerei." Die größten Einbußen mussten dieses Jahr die Agenturen hinnehmen, die ihren Schwerpunkt im IT-Bereich und in der Kapitalmarktkommunikation haben.
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