PR-Agenturen schrauben ihre Erwartungen zurück

Donnerstag, 25. April 2002

Zum ersten Mal seit Jahren bläst Deutschlands PR-Agenturen Gegenwind ins Gesicht: Die Top 200 konnten im Jahr 2001 nur um rund 6 Prozent zuelgen - nach Umsatzsteigerungen von bis zu 25 Prozent in den Vorjahren. Zusammen erwirtschafteten die 200 größten PR-Agenturen einen Honorarumsatz von 44,34 Millionen Euro. Nummer 1 im Ranking bleibt die Düsseldorfer ECC-Gruppe mit einem Honorarumsatz von 33,5 Millionen Euro. Dahinter rangieren Weber Shandwick (19,48 Millionen Euro) und Trimedia (11,9 Millionen Euro).

Insgesamt gibt die deutsche PR-Agenturlandschaft ein sehr uneinheitliches Bild ab: Während Agenturen wie Media Consulta, Hill & Knowlton und Ahrens & Behrent Zuwachsraten von über 30 Prozent erzielen konnten, mussten andere Agenturen in der selben Größenordnung abgeben. Besonders hart getroffen hat es PR-Beratungen, die auf die Bereiche Finanzkommunikation und IT spezialisiert sind. So büßte die Investor-Relations-Agentur Haubrok 44 Prozent ihres Umsatzes ein.

Sehr gut liefen die Geschäfte dagegen in den PR-Segmenten Corporate Communications, Healthcare und Public Affairs. In diesen Bereichen sehen die Agenturmanager auch das größte Wachstumspotenzial für das laufende Geschäftsjahr. GPRA-Präsident Rupert Ahrens rechnet mit einem Branchenwachstum von 5 bis 10 Prozent.

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