PR-Agenturen der Publicis-Gruppe verschmelzen unter dem Dach von MSL

Mittwoch, 20. Oktober 2010
Wigan Salazar ist CEO der neu formierten MSL Group in Deutschland
Wigan Salazar ist CEO der neu formierten MSL Group in Deutschland

Aus den PR-Agenturen der Publicis-Gruppe MS&L und Publicis Consultants wird ab sofort die einheitliche Marke MSL Group. Das gilt insbesondere für den deutschen Markt, wo die größere Agentur Publicis Consultants künftig nur noch als Alternativmarke fungieren wird. Im Zuge der Namensanpassung erfolgt auch ein internationaler Relaunch der Agenturgruppe, bei dem sowohl die Positionierung als auch visuelle Identität der MSL Group überarbeitet werden. Bereits vor rund einem Jahr hat die französische Publicis-Gruppe ihre PR-Kompetenz unter dem Dach der MS&L Group gebündelt. Mit der Neubenennung - also dem Wegfall des „&" - sollen die diversen PR-und Event-Töchter noch enger zusammenrücken. In Deutschland war Publicis Consultants mit 40 Mitarbeitern bislang die stärkere Marke als MSL mit 20 Mitarbeitern. Trotzdem soll der Fokus künftig auf MSL liegen. „Noch sind wir in Deutschland nicht groß genug, um zwei Marken mit voller Kraft am Markt zu positionieren. Deshalb halten wir die Entscheidung für MSL für sinnvoll", erklärt Deutschland-CEO Wigan Salazar

MSL bietet in Deutschland acht Leistungsfelder: Strategy & Reputation, Public Relations, Public Affairs, Financial Communication, Healthcare Communication, Brand & Talent, Design & Creative, sowie Digital. Die Aktivitäten der MSL Group im Feld der Finanzkommunikation werden unter dem Namen MSL Financial an den Standorten Frankfurt und München geführt.

Weltweit beschäftigt das PR- und Event-Network der Publicis-Gruppe derzeit rund 2500 Mitarbeiter an 83 Standorten. Wenngleich MSL auch international künftig die Hauptmarke sein soll, können die Länder doch individuell entscheiden, welche bestehenden Submarken sie weiterhin beibehalten wollen. In Frankreich beispielsweise wird Publicis Consultants die dominierende Marke bleiben. In Deutschland gab es neben Publicis Consultants und MSL zuletzt noch die Marken Carré Noir und die Anfang des Jahres übernommende Shipyard. Beide werden vom Markt verschwinden.

Mit der neu formierten MSL verbindet Salazar ehrgeizige Wachstumspläne. Mittelfristig - das heißt bis 2013 - sollen 10 Millionen Euro Honorarumsatz erzielt werden. 2009 schaffte die Gruppe 6,3 Millionen und liegt damit im Ranking der größten deutschen PR-Agenturen auf Platz 20. Dieses Jahr rechnet Salazar mit einem Plus von 15 bis 20 Prozent. Auch die zuletzt insbesondere bei MSL nicht so erfreulichen Margen hätten sich gut entwickelt. "Wir liegen im Plan und arbeiten inzwischen für sechs der Dax-30-Unternehmen", verrät Salazar, ohne Details nennen zu wollen. "Mit einer größeren, noch leistungsfähigeren Agentur und der gemeinsamen Marke MSL wollen wir weiter angreifen", ergänzt er. bu
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