Omnicom schrumpft in der Euro-Zone um fast 13 Prozent

Donnerstag, 19. Juli 2012
Omnicom-Chef John Wren
Omnicom-Chef John Wren
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Omnicom Krise BBDO Germany DDB OMD Zwischenbilanz Umsatz


Die Krise in der Euro-Zone ist nun auch bei den internationalen Werbekonzernen angekommen. Wie aus der Zwischenbilanz der US-Holding Omnicom hervorgeht, hat die Muttergesellschaft von Agenturen wie BBDO, DDB, TBWA und OMD im 2. Quartal 2012 fast 13 Prozent ihres Umsatzes in den Märkten mit Euro-Währung verloren. Da Deutschland als größtes und wirtschaftsstärktes Land dieser Zone weiterhin als relativ stabil gilt, zeigt sich, wie groß die Einbrüche in anderen Märkten sein müssen. Vor allem Spanien, wo alle großen Agenturnetzwerke vertreten sind, entwickelt sich zu einem echten Sorgenkind.

Die schlechten Zahlen aus Europa wirken sich auch auf die Gesamtbilanz der Holding aus. Unter dem Strich konnte Omnicom im 2. Quartal "nur" noch um 2,1 Prozent auf einen Umsatz von 3,56 Miliarden US-Dollar zulegen. Der Quartalsgewinn stieg um 2,8 Prozent auf 283 Millionen Dollar. Für das 1. Halbjahr ergibt sich ein Umsatzplus von 3,5 Prozent auf 6,87 Milliarden und ein Gewinn von 487 Millionen Dollar (plus 2,2 Prozent). In den USA konnte Omnicom im 2. Quartal um 5,4 Prozent zulegen. Auch in Großbritannien wuchs das Geschäft, wenn auch weniger stark (plus 2,3 Prozent).

Holding-Chef John Wren zeigte sich in einer Telefonkonferenz mit Analysten vorsichtig optimistisch für das 2. Halbjahr, wies aber gleichzeitig auf die Gefahren hin, die aus der Krise in der Euro-Zone resultieren. Auch in der US-Wirtschaft gebe es gewisse Unsicherheiten, zugleich schwäche sich das Wachstum in Asien ab. Dennoch ist Wren zuversichtlich, die gesteckten Finanzziele für 2012 zu erreichen.

Den Großteil ihrer Umsätze - 52 Prozent - erzielt Omnicom in den USA. Die Euro-Zone steht für rund 16 Prozent des Geschäfts, Großbritannien für knapp 9. Alle übrigen Regionen schlagen mit etwa 23 Prozent zu Buche. Der Split nach Disziplinen sieht im 2. Quartal folgendermaßen aus: Werbung 47 Prozent, CRM 36 Prozent, PR 9 Prozent, Spezialdisziplinen 7 Prozent. mam
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