Ogilvy verstärkt Draht zu Motorola

Freitag, 15. September 2000

Der Mobilfunker Motorola in Schaumburg (Illinois) hat seinen weltweit konsolidierten Etat an die New Yorker Agentur Ogilvy & Mather Worldwide vergeben. Im Pitch um das Budget in Höhe von 400 Millionen Dollar setzte sich die Agentur gegen die Mitbewerber Leo Burnett USA in Chicago und McCann-Erickson Worldwide in New York durch. Beide Agenturen waren bereits für Motorola tätig: Leo Burnett betreute den Etat für den Halbleiter-Bereich, McCann-Erickson war für die Endprodukte verantwortlich. Auch Ogilvy hat Erfahrungen mit Motorola: Für die Agentur betreute die Tochter Ogilvy One Interactive den Etat. Bereits im Frühjahr begann das Mobilfunkunternehmen seine Agenturbeziehungen zu überprüfen. Ziel der Neuausrichtung ist ein einheitlicher Auftritt, der die Technologie von Motorola in unterschiedlichen Bereichen wie Halbleiter, Breitband und Netzwerklösungen in den Vordergrund stellt. Bereits im Vorfeld der Etatvergabe kursierten Spekulationen über McCann-Erickson, das am Gesamtetat den größten Teil mit einer Höhe von 100 Millionen Dollar hielt. Die Agentur hatte den Freelancer David Fowler eingestellt und ihn mit der Kampagne betraut. Der blieb jedoch nicht lange und wechselte als Kreativdirektor für den Bereich Nordamerika zu Ogilvy. Ogilvy negiert Zusammenhänge zwischen dem Etatgewinn und dem Wechsel Fowlers, denn dieser arbeite für den BP-Etat und habe mit dem Kunden Motorola nichts zu tun.
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