Ogilvy steigert auch 2003 Umsatz und Ertrag

Montag, 26. Januar 2004
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Umsatz Lothar S. Leonhard Betriebsergebnis Ertrag USA


Die deutsche Ogilvy-Gruppe zieht auch für das vergangene Jahr positive Bilanz. Nach Angaben von Chairman Lothar S. Leonhard hat Ogilvy 2003 Umsatz und Betriebsergebnis gesteigert. In welcher Höhe teilte die Werbeagenturgruppe aber nicht mit, da die US-Holdings ihren ausländischen Töchtern wegen des Sarbanes-Oxley-Acts verbieten, Umsatz- und Mitarbeiterzahlen zu veröffentlichen.

Zur Orientierung: 2002 meldete Ogilvy mit 810 Mitarbeitern rund 701 Millionen Euro Umsatz bei einem Plus von 5,1 Prozent. Im vergangenen Jahr habe die Frankfurter Agenturgruppe zwar eine "moderatere Steigerung erzielt als im Vorjahr", die dürfe aber "deutlich über dem Branchenschnitt liegen, den wir allenfalls bei plus 1 Prozent vermuten", so Leonhard, der sich sichtlich über die Anweisung aus den USA ärgerte. "Ich hoffe, dass die Überreaktion in den USA bald wieder nachlässt", sagt er.

Zu dem Ergebnis hätten alle Ogilvy-Büros beigetragen, so Leonhard. Deutliches Wachstum verzeichnete im vergangenen Jahr vor allem Ogilvy Interactive. Dabei schlägt sich allerdings die Übernahme des Internetdienstleisters Concept nieder, der mittlerweile vollständig in Ogilvy Interactive aufgegangenen ist.

Auch für 2004 rechnet Leonhard mit weiterem Wachstum, "aber allenfalls im moderaten Umfang wie 2003". Dabei setze Ogilvy auch in Zukunft vor allem auf seine starke Agenturmarke, statt sich wie andere Agenturen auf Preiskämpfe einzulassen, so Leonhard. Insgesamt habe die Branche "das Tal aber durchschritten". Wenngleich sie sicher an die hohen Wachstumsraten der Jahre 1999 und 2000 werde anknüpfen können. Als Grund nennt Leonhard die Entwicklung des Dienstleistungsmarktes zu einem Käufermarkt in dem die Unternehmen aus einem Überangebot von Agenturen aussuchen können. ems
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