Ogilvy lässt Kunden der Deutschen Bahn verschwinden

Dienstag, 12. April 2011
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Simsalabim! Und weg sind sie! Im neuen Spot für die Deutsche Bahn lässt Ogilvy & Mather Menschen einfach von der Bildfläche verschwinden. Was die Frankfurter Agentur im Spot inszeniert, könnte auch bald auf sie selbst zutreffen, denn Ogilvy muss um seinen größten und zahlungskräftigsten Kunden bangen. Wie von HORIZONT.NET Ende November berichtet, hat die Bahn sowohl ihren Media- als auch Kreativetat für den Bereich Fernverkehr auf den Prüfstand gestellt. Die Entscheidung soll bis Mitte 2011 fallen. Mit dem 30-Sekünder bewirbt der Konzern sein neues Angebot "Ab 19 Uhr. Ab 19 Euro". In der ersten Szene des Commercials findet sich ein Mann, der gerade rasiert wird, urplötzlich in einem menschenleeren Friseursalon wieder. Die zweite Szene zeigt erneut einen Mann, der sich nach einem Strike beim Bowling von seinen Mannschaftskollegen feiern lassen will. Doch als er sich jubelnd zu seinen Kumpels umdreht, ist keiner mehr da. Genauso ergeht es einer Universitätsdozentin. Als Sie vom Overheadprojektor hochschaut, ist der Vorlesungssaal wie leergefegt. Wohin alle gegangen sind? Natürlich zum nächsten Bahnhof, um ihr 19-Uhr-Ticket einzulösen.

"Bei der Inszenierung kam es auf präzises Timing und ausdruckstarke Bilder an", sagt Ogilvy-Kreativchef Stephan Vogel. Mit der Kampagne wolle man vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen, so Gabriele Handel-Jung, Leiterin Marketingkommunikation und Media bei der Deutschen Bahn. Der von Markenfilm in Berlin produzierten Spot (Regie: Gregor Schnitzler) ist ab sofort für drei Wochen in der ARD und dem ZDF sowie RTL, VOX, Sat 1, Pro Sieben, Kabel Eins und RTL2.

Flankiert wird das Commercial von Anzeigen in Titeln wie "Focus", "Stern", "Spiegel", "Bild Deutschland" und "Bild am Sonntag", Infoscreens an Bahnhöfen sowie verschiedenen Online-Maßnahmen. Das Angebot der Bahn ist bis zum 30. April 2011 erhältlich. Die Tickets sind bis 31. Mai gültig. jm
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