Ogilvy & Mather legt um 5 Prozent zu

Dienstag, 21. Januar 2003

Die Hoffnungen von Ogilvy & Mather-Deutschland-Chef Lothar S. Leonhard auf ein zweistelliges Wachstum 2002 haben sich nicht erfüllt. Ging er zur Jahresmitte noch von einem Umsatzsteigerung von rund 10 Prozent aus, musste er bei der heutigen Bilanzpressekonferenz das Ergebnis auf 5,1 Prozent korrigieren (2001: 15,1 Prozent). Gemessen an der Konjunkturlage kann sich die Agentur mit dieser Bilanz dennoch sehen lassen. "Noch liegen die Marktdaten nicht vor, aber es kann als sicher gelten, dass dieses Resultat gegen den Trend erwirtschaftet wurde", so Leonhard. In absoluten Zahlen liegt der Umsatz (Equivalent Billings) 2002 bei 701,3 Millionen Euro.

Insbesondere das Neugeschäft ist für die Bilanz verantwortlich. So holte die klassische O&M Werbeagentur die Etats von Aurora, Langnese Bistro und Käptn Iglo, die Deutsche Bahn und "Playboy". Gleichzeitig verloren die Werber nur die Budgets von UDL Brunch und Lätta. Eine der ertragsreichsten Einheiten war Ogilvy Healthcare, die mit insgesamt zehn Etatgewinnen einen Anteil von 5,3 Prozent am Gruppenergebnis haben.

Gleichzeitig gingen im vergangenen Jahr sowohl der Ertrag als auch der Umsatz pro Kopf weiter zurück. Mit 2,6 Prozent vor Steuern, bezogen auf die Equivalent Billings, rangiere die Ogilvy-Gruppe dennoch unverändert im Feld der wirtschaftlich gesunden Agenturen, bilanziert Leonhard. Für 2003 hat sich der O&M-Chef das Ziel gesteckt, den Umsatz stabil zu halten und Ertragseinbußen zu verhindern. Er rechnet mit weiteren Kürzungen der Werbespendings in diesem Jahr. "Durchgreifende Erholungstendenzen für die Werbewirtschaft sind nicht zu erkennen", so Leonhard.
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