OWM und OMG feilen weiter am Code of Conduct

Freitag, 04. April 2003

Eine unterschriftsreife Version des Code of Conduct wird voraussichtlich erst im Herbst vorliegen. Diese Prognose wagt Michael Bohn, Sprecher der Organisation Mediaagenturen im GWA (OMG), nach einer zweiten Verhandlungsrunde zwischen Vertretern des Mediaverbandes und der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM).

Diese erst vor wenigen Wochen eingesetzte Kommission soll Details der zukünftigen Beziehungen zwischen Agenturen und Werbungtreibenden klären und entsprechende Formulierungsvorschläge erarbeiten. Besonders strittig ist die Definition der "fairen Agenturvergütung", die in der im Dezember 2002 vorgestellten OWM-Version des Code of Conduct auf großen Widerstand bei den Agenturen stieß. Ob dieser Passus bereits geklärt ist und welche Punkte außerdem zur Diskussion stehen, wird nach wie vor nicht bekanntgegeben. Verfrühte Veröffentlichungen könnten laut Bohn den "Fortgang der Gespräche zu sehr behindern", die allerdings "von Mal zu Mal produktiver werden".

Uwe Becker, Media-Direktor von Unilever und OWM-Vorstandsmitglied, betont darüber hinaus, dass alle Beteiligten versuchen, die "Arbeiten zügig abzuschließen". Danach solle "natürlich der Round Table mit Medien, Agenturen und Werbungtreibenden fortgesetzt werden". Es wird also noch eine Weile dauern, bis ein von allen Marktpartnern akzeptierter Ehrenkodex für das Mediageschäft in die Unterschriftsphase gehen wird. ejej
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