OWM-Fachtagung ohne Code of Conduct

Donnerstag, 13. November 2003

Die achte Fachtagung der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) findet diese Woche ohne eine Abstimmung über den endgültigen Code of Conduct statt. Uwe Becker, OWM-Vorstandsmitglied und Initiator des Ehrenkodexes für das Mediageschäft, kann das Papier seinen Verbandskollegen "nicht vorstellen, weil noch nicht alles juristisch geklärt ist". Derzeit prüften die Anwälte der OWM, aber auch der Organisation Mediaagenturen im GWA (OMG) die kartellrechtlich bedenklichen Passagen. Erst danach ließe sich laut Becker entscheiden, ob der überarbeitete Entwurf des Codes offiziell bei dem Kartellamt eingereicht werden muss.

Becker stellte den Ehrenkodex zum ersten Mal Ende 2002 bei der vergangenen der OWM-Tagung vor und stieß dabei auf heftige Kritik seitens der Mediaagenturen. Im Laufe dieses Jahres erarbeitete nun eine vierköpfige Kommission von OWM- und OMG-Vertretern einen neuerlichen Entwurf, der unter anderem die Honorierung und das Leistungsspektrum der Agenturen definiert.

Inwieweit diese Anhänge gegen das Kartellrecht verstoßen, können beide Verbände nicht abschätzen. Becker hält es deshalb für "sinnvoll, proaktiv vorzugehen" und schließt eine Einreichung des Papiers beim Kartellamt nicht aus. Wie lange das dauern wird, kann er nicht sagen. ejej
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