OMG verschärft Empfehlungen für Mediaagenturen

Mittwoch, 28. Juni 2000

Die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) macht Nägel mit Köpfen: Soeben wurde die im Jahr 1997 vom GWA und der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) gemeinsam festgelegte Empfehlungen für Mediaagenturen deutlich verschärft. Konkret: Die Umsetzungsempfehlung bezieht sich künftig auf alle Mediengattungen. Nicht mehr die Kopie der Auftragserteilung einer Agentur an einen TV-Vermarkter oder einen Verlag sollte dem Kunden zugehen, sondern eine Zweitschrift der auf den Kunden bezogenen Originalrechnungen der Medien an die Agentur. Wie oft dieses Verfahren in Anspruch genommen wird, sollte individuell zwischen Kunde und Agentur verhandelt werden. "Sonst versinken wir in Papierbergen", so OMG-Sprecher Christian Cuntz. Da die neue Umsetzungsempfehlung auch die Medien als Rechnungssteller in die Pflicht nimmt, müssen jetzt entsprechende Gespräche geführt werden, um Vermarkter und Verlage schnellstmöglich ins Boot zu holen. Mit der Verschärfung macht die OMG kurze Zeit nach der Gründung deutlich, wie ernst sie die Forderung nach mehr Transparenz nimmt.
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