O&M hält trotz Abrechnungsaffäre den Antidrogen-Etat der US-Regierung

Freitag, 05. Juli 2002

Das New Yorker Büro von Ogilvy & Mather hält weiterhin den 150 Millionen Dollar schweren Antidrogen-Etat des White House Office of National Drug Control Policy (ONDCP). Und dies, obwohl die Agentur im August 2001 in den Verdacht geriet, dem Antidrogen-Office in betrügerischer Absicht überhöhte Arbeitsstundenkosten in Rechnung gestellt zu haben.

Die Agentur wies zwar die Betrugsvorwürfe zurück, räumte aber ein, dass die eigene Buchhaltungspraxis nicht mit dem Abrechnungssystem der Regierung koordiniert worden sei (HORIZONT 33/2001). Um die Affäre beizulegen, soll O&M der Behörde im Februar rund 1,8 Millionen Dollar zurückgezahlt haben. Auch die verschiedenen Abrechnungssysteme wurden mittlerweile aneinander angepasst.

Die Agenturüberprüfung, aus der O&M jetzt siegreich hervorging, wurde insbesondere auf Druck des amerikanischen Kongresses eingeleitet. Das Antidrogen-Office selbst hatte bereits unmittelbar nach dem Auffliegen des Abrechnungsskandals signalisiert, weiterhin mit der Agentur zusammenarbeiten zu wollen. Zur Präsentationen eingeladen wurden nach Berichten von US-Branchendiensten neben dem reuigen Etathalter O&M die Agenturen FCB, McCann-Erickson, Bates und Saatchi & Saatchi. Doch letztendlich scheint keiner der Konkurrenten die Verantwortlichen überzeugt zu haben.
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