O&M Deutschland nimmt wieder Fahrt auf

Dienstag, 09. Februar 1999

Mit Equivalent Billings von 850,9 Millionen Mark legte Ogilvy & Mather Deutschland 1998 um 12,1 Prozent zu und konnte damit die vorsichtigen Prognosen von Chairman Lothar S. Leonhard, der ein Plus von rund 10 Prozent angestrebt hatte, sogar noch toppen. Dabei sind die satten Ford-Etatgewinne, dieO&M im Herbst letzten Jahres erzielen konnte, noch nicht mit einberechnet. Der Blick auf die Umsatzzuwächse der einzelnen O&M-Agenturen spiegelt die Gesamtentwicklung der Branche wider. Denn während der Umsatz mit klassischer Werbung im vergangenen Jahr nur um sieben Prozent (494,1 Millionen Mark) zulegte, entwickelten sich insbesondere die Frankfurter und Düsseldorfer Pharmatöchter Ogilvy Healthcare (Umsatzplus von 27 Prozent) sowie die Frankfurter Dialogagentur Ogilvy One (Umsatzplus von20 Prozent) überdurchschnittlich. Ogilvy One steuert damit inzwischen 27 Prozent zum Gesamtumsatz der Gruppe in Deutschland bei und laut Leonhardt könne sich dieser Anteil künftig noch auf mindestens 30 Prozent steigern. Mit inzwischen 15 Millionen Mark Billings das am schnellsten wachsende Büroder Gruppe ist O&M Interactive. Allein im letzten Jahr hat sich die Mitarbeiterzahl verdoppelt. Kräftig zugelegt hat auch die zum Jahresende mit der WPP-Schwester JWT-Media zu MindShare fusionierteO&M Media Consult. Ein Brutto-Schaltvolumen von 1,15 Milliarden Mark entspricht bei der Mediaagentur der deutschen O&M-Gruppe einem Zuwachs um 12 Prozent. Neukunden für O&M Media Consult waren 1998unter anderem die Deutsche Bank, RTL 2, Arcor und Siemens. Ogilvy & Mather gewann die Advance Bank, KJS (Maxwell, Ketchup), Seagram (Jules Mumm) und Dauphin, Ogilvy One überzeugte unter anderem beiBertelsmann, Wella und Woolworth.
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