O2 kündigt Grey und verlagert Etat zu VCCP

Donnerstag, 13. Dezember 2007
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Das Rätselraten um die künftige werbliche Betreuung des Mobilfunkunternehmens O2 in Deutschland ist beendet. Der bisherige Etathalter Grey in Düsseldorf verliert den Kunden. Der Vertrag mit dem WPP-Ableger wurde zum 31. März 2008 gekündigt. Neuer Agenturpartner in Deutschland wird die Londoner VCCP, die bereits in Großbritannien für die Telefonica-Tochter tätig ist.
VCCP wird am deutschen O2-Sitz in München ein Büro eröffnen, das später auch für andere Kunden arbeiten soll.

"Beweggrund für die Entscheidung ist die Markenkonsistenz über die EU-Länder hinweg", erklärt Stephan Becker-Sonnenschein, Vice President Corporate Communication bei O2. Neben Großbritannien und Deutschland ist VCCP als Leadagentur für die Märkte Irland, Tschechien und Slowakei zuständig.

Uli Veigel und Grey sind bei O2 aus dem Rennen
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Insider interpretieren die jetzige Entscheidung als Ergebnis eines Machtkampfs zwischen der Konzernzentrale in London und der deutschen Tochtergesellschaft - mit entsprechenden Konsequenzen für ein eigenständiges Marketing in Deutschland. Bereits im Sommer hatte O2 den Abbau von 180 Stellen im Marketing angekündigt. Um den Etat sollte ursprünglich gepitcht werden. Mehrere Agenturen waren schon gebrieft. Dann wurde der Vertrag mit Grey aber noch einmal kurzfristig verlängert. Jetzt folgte die Kündigung für die Agentur aus der von CEO Uli Veigel geführten Gruppe.
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