Novartis lässt offenbar um globalen Mediaetat pitchen

Mittwoch, 13. April 2011
In Deutschland hat Novartis 2010 über 53 Millionen Euro in klassische Werbung investiert
In Deutschland hat Novartis 2010 über 53 Millionen Euro in klassische Werbung investiert

Das Pharmaunternehmen Novartis will laut internationalen Medienberichten seinen weltweiten Mediaetat neu auschreiben. Laut dem US-Branchendienst "Adage" ist der Etat über 600 Millionen Dollar (umgerechnet 415 Millionen Euro) schwer. Novartis arbeitet derzeit in erster Linie mit der WPP-Agentur MEC zusammen. Auf Anfrage von HORIZONT.NET wollten sowohl Novartis als auch MEC Germany mit Standorten in Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt und München die Meldung nicht kommentieren.

Erst 2008 hatte der Schweizer Konzern mit Hauptsitz in Basel seinen Mediaaccount bei MEC gebündelt. Das Nachsehen hatte damals unter anderem Mindshare. Die Agentur hatte zuvor den US-Markt betreut.

Laut den Marktforschern von Nielsen investierte der Pharmahersteller im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt 53,2 Millionen Euro brutto in klassische Werbung. Der Löwenanteil floss in TV mit 46,9 Millionen Euro. 3,1 Millionen steckte Novartis in Publikumszeitschriften. Zum Konzern gehören verschreibungspflichtige und verschreibungsfreie Medikamente wie Otriven, Fenistil und Voltaren.

Auf Kreationsseite arbeitet Novartis hierzulande vor allem mit Saatchi & Saatchi in Frankfurt zusammen, die seit 2005 zentral im Rahmen des globalen Leads die Marken Voltaren, Otriven, Lamisil und Fenistil in der DACH-Region, Großbritannien und den skandinavischen Märkten steuern. Im Januar hatte sich das Büro auch noch den Markenetat für Lemocin gesichert. jm
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