"Müssen Gürtel enger schnallen": McCann dampft Printproduktions-Tochter Typo Wenz ein

Mittwoch, 23. Januar 2013
Andreas Trautmann (Foto: McCann)
Andreas Trautmann (Foto: McCann)

Bei der deutschen McCann-Gruppe geht der Umbau weiter. Nachdem sich die Werbeagentur McCann-Erickson Anfang vorigen Jahres aus den Standorten Frankfurt, Hamburg und München zurückgezogen und ihr Angebot in Berlin und Düsseldorf gebündelt hat, ist jetzt die Printproduktionstochter Typo Wenz Artwork an der Reihe. Zum Ende des 1. Quartals schließt die Firma ihre Niederlassungen in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und München und konzentriert sich auf den wichtigsten Standort Nürnberg. Dort sitzt auch Geschäftsführer Ralf Menikheim, der laut Auskunft von McCann an Bord bleibt. Von dem jetzigen Schritt ist rund die Hälfte der etwa 40 Mitarbeiter von Typo Wenz betroffen. Mit wie vielen Angestellten das Team weitermacht beziehungsweise wie viele von ihnen an anderer Stelle untergebracht werden können, ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen.

Mit der Teilschließung reagiert der deutsche McCann-Chef Andreas Trautmann auf die Marktentwicklung und die geschrumpfte Struktur der Gruppe. Für den weiteren Verlauf des Jahres zeigt er sich wenig optimistisch: "Wie die Mehrheit der Branche werden auch wir im schwierigen Jahr 2013 den Gürtel noch enger schnallen müssen, um Budgetkürzungen von Kunden zu begegnen."

Seine Aufgabe sei es von Anfang an gewesen, dem McCann-Network in Deutschland eine zeitgemäße Struktur zu verschaffen. "Dieser Prozess ist auch noch nicht am Ende, damit wir in einem sehr kompetitiven Umfeld wettbewerbsfähig bleiben", sagt Trautmann. mam   
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