Moritz Hunzinger wegen Aktiengeschäften mit Insiderwissen verurteilt

Dienstag, 24. April 2001
Überführt: Moritz Hunzinger
Überführt: Moritz Hunzinger

Moritz Hunzinger, der Vorstandsvorsitzende der Hunzinger Information AG in Frankfurt, ist vom Amtsgericht Frankfurt wegen Aktiengeschäften mit Insiderwissen zu einer Geldstrafe in Höhe von 52.000 Mark verurteilt worden. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Hunzinger vor vier Jahren Aktien des eigenen Unternehmens in der Erwartung gekauft hat, der Kurs der Papiere werde bald steigen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Hunzinger die Öffentlichkeit jedoch noch nicht darüber informiert, dass er schon mit einem Konkurrenten verhandelt habe. Dabei handelte es sich nach Angaben der "FAZ" um die Münchner Agentur Ferenczy Media, an der sich Hunzinger mit 49 Prozent beteiligen wollte.

Nach ersten Gesprächen habe Hunzinger in der Öffentlichkeit bereits von einer "grundsätzlichen Verständigung" gesprochen. Als daraufhin erwartungsgemäß der Kurs stieg, verkaufte Hunzinger mit Gewinn ein Paket von 820 Aktien. Das Gericht reduzierte die ursprüngliche Strafe von 97.500 Mark auf 52.000 Mark, weil sich die Einkommensverhältnisse Hunzingers im vergangenen Jahr verschlechtert haben.
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