Molkerei Müller prüft Zusammenarbeit mit Mediacom

Dienstag, 17. August 2010
Mediacom muss um den Müller-Etat fürchten
Mediacom muss um den Müller-Etat fürchten

Die Unternehmensgruppe Theo Müller stellt seine Agenturbeziehungen im Bereich Media auf den Prüfstand. Dem Vernehmen nach ist es eine routinemäßige Überprüfung. Da der bisherige Etathalter Mediacom aus Düsseldorf aber mit anderen Mediaagenturen in den Ring steigen muss, kann durchaus von einem Pitch um den Molkerei-Etat in Höhe von brutto rund 90 Millionen Euro gesprochen werden. Angesichts dieser Budgetgröße dürften die Konditionen keine unerhebliche Rolle bei der anlaufenden Wettbewerbspräsentation spielen. Mediacom, die zur Düsseldorfer Group M gehört, wird aber in jedem Fall versuchen, den Kunden aus Aretsried zu verteidigen, den die Agentur schon seit Mai 2004 betreut. Gegen wen CEO Paul Remitz mit seinem Team antreten muss, ist offiziell nicht bekannt. Angeblich ist aber die Münchner Mediaplus mit von der Partie und auch die anderen Network-Gruppen dürften bereits eine Einladung des Unternehmens erhalten haben.

Für den Hersteller von Müller Milch & Co. dürfte es aber nicht so leicht fallen, eine neue und vor allem große Mediaagentur zu finden. Viele arbeiten bereits für einen Wettbewerber. So steht zum Beispiel bei der Düsseldorfer Zenithmedia aus der Vivaki-Gruppe der Etat von Friesland Campina mit Marken wie Landliebe auf der Kundenliste. Deren Vivaki-Schwester Optimedia betreut wiederum den Nestlé-Konzern mit seinem LC1-Joghurt. Das Omnicom-Network OMD hält das Mediabudget der Oetker-Gruppe.

Insofern stehen die Chancen für Mediacom nicht schlecht, den Müller-Etat auch weiterhin behalten zu können. Mit den Konditionen der Wettbewerber wird die größte Mediaagentur Deutschlands wohl in jedem Fall mithalten können. ejej
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