"Missmanagement": ADC wehrt sich mit Offenem Brief

Montag, 24. August 2009
Schatzmeister Matthias Kindler wehrt sich gegen die Kritik am ADC
Schatzmeister Matthias Kindler wehrt sich gegen die Kritik am ADC

Seit 13 Jahren gehört Charly Leske nicht mehr dem Vorstand des ADC an. Doch angesichts des Rücktritts des ADC-Sprechers Amir Kassaei hat den Werbefilmer der heilige Zorn gepackt. Schon in den Jahren zuvor, so ist zu hören, hatte Leske Vorstand und Geschäftsführung ungefragt mit guten Ratschlägen zur Verbandführung versorgt. Nun legt er noch eine Schippe drauf. Missmanagement betreibe die Geschäftsführung, zitiert das „Hamburger Abendblatt" den streitbaren Commercial-Spezialisten. Nun wehrt sich der ADC. In einem Offenen Brief nimmt ADC-Schatzmeister Matthias Kindler Stellung zu den harten Vorwürfen. HORIZONT.NET druckt die Antwort der ADC-Verantwortlichen im Wortlaut. vs Lieber Charly, wie wir der Presse entnehmen mussten, beschuldigst du den ADC Vorstand in den letzten Jahren Misswirtschaft betrieben zu haben. Als verantwortlicher Schatzmeister der vergangenen 4 Jahre bis November 2008, möchte ich dir, da Michael Preiswerk im Urlaub ist, gerne darauf antworten. Und zwar in Form dieses offenen Briefes, denn das was du unterstellst, geht alle unsere Mitglieder an.

Zu allererst möchte ich dich bitten, Fragen zu den Finanzen an Michael Preiswerk, mich oder an Susann Schronen zu richten. Völlig haltlose Beschuldigungen über die Presse zu verbreiten ist kein guter Stil. Das richtet Schaden an und bringt unser ehrenamtliches Engagement für den Club in Misskredit. Das können und werden wir unter keinen Umständen hinnehmen. So, konkret zu deinen Vorwürfen.

Beginnen wir mit dem Vermögen. Das ist heute, trotz der überaus schwierigen wirtschaftlichen Lage, 60% höher als zu deiner Zeit. Von Geldverschwendung oder gar Misswirtschaft kann also keine Rede sein. Michael und ich haben beide stets dafür gesorgt, dass der Club auf soliden finanziellen Beinen steht. Wir haben, von der strategischen Investition in das ADC Festival und dem durch die Finanzkrise geprägten abgelaufenen Geschäftsjahr einmal abgesehen, jedes Jahr deutlich mehr erwirtschaftet als ausgegeben. Das bringt uns zum zweiten Punkt. Wir beauftragen jedes Jahr neben unserem Steuerberater unabhängige Wirtschaftsprüfer. Das ist im Vereinsrecht nicht vorgesehen und auch rechtlich nicht nötig. Wir tun es aber gerne, um haltlosen Vorwürfen von vorne herein den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Testate ergingen stets ohne jede Beanstandung. Damit dürfte sich dein Ruf nach externen Rechnungsprüfern wohl erübrigen. Bleibt noch das Buch. Die Zeiten haben sich seit deiner Vorstandstätigkeit, die übrigens nach meinem Wissen schon 1996 und nicht erst 2001 endete, deutlich verändert. Mit dem Buch verdient der ADC leider kein Geld mehr. Das war früher. Wir stellen das Buch daher im Einvernehmen mit dem langjährigen Betreuer, dem Hermann Schmidt Verlag, ein, um eine neue Form der Veröffentlichung zu finden, die auch die Gewinner nichts mehr kosten wird. Wir hoffen sehr, dass deine Fragen damit beantwortet sind. Sollten doch noch Punkte offen sein, frage uns, frage das ADC Büro oder frage deine Sektionsvorstände. Journalisten haben auf solche Fragen ganz sicher keine Antworten. Wir werden im Vorstand auch in der Zukunft sorgfältig darauf achten, dass Geld nur dann ausgegeben wird, wenn es erstens da ist und zweitens dem Vereinszweck sinnvoll zu Gute kommt. Dafür stehen wir mit unserem guten Namen.  

Mit Grüßen aus München

Matthias Kindler
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