Mega-Pitch: Carat verliert EMEA-Etat von Johnson & Johnson

Montag, 29. Oktober 2012
Johnson & Johnson setzt in der EMEA-Region auf MEC und UM
Johnson & Johnson setzt in der EMEA-Region auf MEC und UM

Der Mediapitch des US-amerikanischen Konsumgüterriesen Johnson & Johnson ist entschieden. Er galt für die gesamte EMEA-Region inklusive Deutschland, wo der Etat seit 2007 von dem Medianetzwerk Carat gehalten wird und hatte ein Volumen von rund 250 Millionen Euro. Dieses Budget werden sich ab dem kommenden Jahr die Group M-Agentur MEC und die Interpublic-Tochter Universal McCann (UM) teilen. Den größten Teil, zu dem auch der rund 40 Millionen Euro schwere Etat für den deutschen Markt gehört, übernimmt MEC. Das Medianetzwerk der WPP-Holding wird dafür eine eigene Submarke namens Primus gründen und den Etat von dort aus in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Russland sowie Zentral- und Osteuropa steuern. UM von Interpublic wird indes die J&J-Etats in Spanien, Italien, Portugal, dem mittleren Osten, Nordafrika, in Pakistan und den Balkanländern übernehmen.

Der Pitch lief seit Juni dieses Jahres. Neben dem Etathalter Carat war daran auch die Omnicom-Tochter OMD beteiligt. Dieses Medianetzwerk arbeitet bereits in Asien für Johnson & Johnson. UM betreut wiederum das größte Budget in Nordamerika, wo für diesen Kunden eine eigenständige Agentur namens J3 gegründet wurde.

Zu dem Portfolio des Bluechips gehören Produkte für die Körperpflege wie Neutrogena Penaten, Carefree, bebe und o.b. sowie Health Care-Marken wie Listerine, Nicorette, Olynth, Imodium und Hexoral.

Für den bisherigen Etathalter in den EMEA-Märkten Carat endet mit Johnson & Johnson ein internationaler Pitch, der gleichzeitig mit dem von Ferrero lief. Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, konnte sich die Tochter von Aegis Media den Etat des Süßwarengiganten in 24 europäischen Märkten sichern und verteidigte damit auch das deutsche Budget in Höhe von 400 Millionen Euro brutto. ejej
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