Mega-Etat: Mediaedge CIA setzt sich bei Daimler durch

Mittwoch, 15. Juli 2009
Birgit Konrad, Chefin bei Mediaedge CIA, überzeugt Daimler
Birgit Konrad, Chefin bei Mediaedge CIA, überzeugt Daimler

Es war schon länger darüber spekuliert worden, und nun bestätigt der Stuttgarter Automobilbauer Daimler offiziell, dass er künftig mit der Mediaagentur Mediaedge CIA zusammenarbeiten wird. Im April wurde bekannt, dass der Automobilkonzern seinen deutschen Mediaetat einer Überprüfung unterziehen wird. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Vertrag mit dem bisherigen Etathalter PHD Ende des Jahres ausläuft. Das Medianetzwerk der Omnicom-Gruppe hatte nun das Nachsehen, das seit 2006 den Mediaetat von Daimler verantwortete und zusammen mit Mediaedge CIA zur Präsentation in die Stuttgarter Konzernzentrale geladen war. Begleitet wurde der Pitch von dem Media-Auditor Dietmar Kruse, der seit Anfang des Jahres für Billets Deutschland arbeitet.

Im vergangenen Jahr investierte Daimler 144 Millionen Euro brutto in die klassische Werbung. Wie hoch der Etat in diesem Jahr sein wird, will eine Konzernsprecherin nicht preisgeben. Der Gesamtetat, der nun von der WPP-Tochter Mediaedge CIA übernommen wird, umfasse aber alle Kommunikationsmaßnahmen für die Mercedes-Benz PKW und Nutzfahrzeuge, die Marken Maybach und AMG sowie Accessoires und die Corporate Kampagnen von Daimler.

Anders Sundt Jensen, verantwortlich für die Markenkommunikation des Automobilherstellers, erklärte Anfang April, dass „in erster Linie der Mediamix und die Qualität von Planung und Buying überprüft werden sollten, um der veränderten Mediennutzung der Konsumenten folgen zu können“. Ausdrücklich betonte er, dass dabei die Konditionen nicht im Vordergrund stünden.

Angesichts des verordneten Sparkurses von Daimler-Chef Dieter Zetsche dürften auch monetäre Aspekte eine Rolle in dem Pitch gespielt haben. Allerdings standen sich dabei zwei ebenbürtige Bewerber gegenüber, denn mit PHD von Omnicom und Mediaedge CIA von der Group M trafen die beiden größten Mediaagenturgruppen Deutschlands aufeinander. ejej
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