Mediaedge CIA führt Recma-Ranking an

Donnerstag, 23. November 2006

In den vergangenen 18 Monaten hat sich das Medianetwork Mediaedge CIA im internationalen Wettbewerb am besten behauptet. Gemeinsam mit Mindshare und Mediacom bildet es die Group M, in der die britische Kommunikationsholding WPP ihre Mediamarken bündelt, die ihrerseits die erfolgreichste Media-Holding in den vergangenen anderthalb Jahren war.

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Report "Competitiveness in Pitches & Moves" von Recma, der die bisherigen Vitality-Reports des Pariser Instituts ersetzen wird. Im Gegensatz zu den früheren Vitalitätsanalysen der Mediaagenturen spielen in dem neu aufgelegten Wettbewerbs-Bericht die Agenturtools, Mitarbeiterzahlen oder Billingzahlen keine Rolle. Vielmehr konzentrierten sich die Recma-Mitarbeiter auf die Verluste und neu hinzugewonnenen Etats der Agenturen.



Insgesamt wurden mehr als 5000 Etatbewegungen bei 426 Mediaagenturen in 39 Ländern erhoben, wozu neben den internationalen Netzwerken auch viele lokale und unabhängige Agenturen gehören. Am besten wurden die Agenturen bewertet, die eine positive Bilanz ihres Neugeschäfts vorweisen konnten und gleichzeitig kaum Kunden verloren hatten.



Anhand weiterer Kriterien wurde von Recma ein Bewertungssystem entwickelt, das Mediaedge CIA mit 353 Punkten anführt. Auf dem 2. Platz liegt Starcom Media Vest, das zur Publicis Groupe Media gehört, die im Ranking der Holding ebenfalls den 2. Rang belegt. Die Aegis-Tochter Carat erreicht den 3. Platz im Einzelranking, der im kommenden Jahr aber verlorengehen könnte. Angeblich haben die staatsanwaltlichen Ermittlungen um den ehemaligen CEO von Aegis Media Aleksander Ruzicka bereits erste negative Konsequenzen auf das Neugeschäft des Networks - und das nicht nur bei deutschen, sondern auch bei internationalen Pitches.



Im Gegensatz zu MPG, PHD und Vizeum, die zum Teil noch nicht weltweit aufgestellt sind, gehört mit Universal McCann ein global agierendes Netzwerk zu den Schlusslichtern des Reports. Die Interpublic-Tochter konnte den Verlust von General Motors und von großen Teilen des L'Oréal-Etats noch nicht vollständig kompensieren. ejej



Chart: Recma Report 2006: Billingvolumen der Mediaholdings


Chart: Recma Report 2006: Ranking der deutschen Mediaagenturen


Chart: Recma Report 2006: Ranking der Medianetworks


Chart: Recma Report 2006: Ranking der Mediaholdings
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