Mediaagenturen starten Imagekampagne

Donnerstag, 23. September 2010
Eines der Anzeigenmotive
Eines der Anzeigenmotive

Die deutschen Mediaagenturen haben eine Kampagne gestartet, mit der sie ihr Image aufpolieren wollen. Im Mittelpunkt steht das Leistungsspektrum der Dienstleister. Gleichzeitig wenden sich die Initiatoren um die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) gegen die Auffassung, Media sei kein kompliziertes Geschäft. Das Motto des Auftritts lautet: "Nee, das wird nix." Entwickelt und umgesetzt hat ihn die Omnicom Media Group (OMD, PHD). "Media ist heute extrem facettenreich und braucht Know-how und Expertise, die man in dieser geballten Form nur in einer Mediaagentur findet", sagt Werner Bitz, Sprecher und Geschäftsführer der OMG.

Neben den 17 Mitgliedsfirmen des Verbands wird die Kampagne auch von Marktführer Group M unterstützt, der mit seinen Agenturen Mediacom, Mindshare, MEC und Maxus nicht Teil der Interessenvertretung ist. "Die Themen der Kampagne - die Wahrnehmung der Mediaagenturen als einzigartige Kommunikationsberater und attraktive Arbeitgeber - bewegen natürlich auch uns. Aus diesem Grund war es uns wichtig, diese Branchenkommunikation zu unterstützen" sagt Group-M-Chef Jürgen Blomenkamp.

Die Kampagne richtet sich an Kunden und Entscheider sowie an Agenturmitarbeiter und potenzielle Nachwuchskräfte. Zudem soll der Dialog mit Journalisten vorangetrieben werden. In der vorigen Woche hatte es in den Fachtiteln "Kontakter" und "Werben & Verkaufen" Berichte über die Suche eines internationalen Werbungtreibenden gegeben, der via Stellenanzeige 24 Mitarbeiter für eine eigene Mediaabteilung sucht. Im Nachhinein hat sich die Anzeige als Teil der Kampagne herausgestellt, mit der die Mediaagenturen auf sich aufmerksam machen wollen.

Weiteres Ziel des Auftritts dürfte sein, Vorurteilen zu begegnen. Das Mediageschäft hat nicht den besten Ruf. Vor allem im Zuge der Ruzicka-Affäre ist wiederholt über die vermeintliche Intransparenz der Branche debattiert worden. Auch die Auseinandersetzung um den Umgang mit Rabatten sorgt immer wieder für Diskussionsstoff - und hat sogar die Justiz beschäftigt (Carat vs. Danone) beziehungsweise tut es noch (Mediaplus vs. Haribo). mam  
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