Media-Pitch: Zenith Optimedia muss um HTC-Mandat bangen

Dienstag, 21. August 2012
Optimedia-Manager Lars Kirschke betreut HTC bislang in Deutschland
Optimedia-Manager Lars Kirschke betreut HTC bislang in Deutschland

HTC stellt die Zusammenarbeit mit Zenith Optimedia auf den Prüfstand. Der taiwanesische Hersteller von Smartphones und Tablet-Computern schreibt seinen globalen Mediaetat neu aus. Das bestätigt Martin Kang, Head Of Marketing der deutschsprachigen DACH-Region, gegenüber HORIZONT.NET. Sollte Zenith Optimedia den Kunden verlieren, wäre das für die Vivaki-Tochter ein herber Verlust. Die weltweiten Media-Investitionen von HTC belaufen sich auf einen deutlich dreistelligen Millionenbetrag.
Wie Kang gegenüber HORIZONT.NET erläutert, wird der Agentur-Review von den HTC-Niederlassungen in Taiwan und Seattle aus organisiert. Dem Vernehmen nach werden bei dem Pitch neben Stammbetreuer Zenith Optimedia alle großen Mediaagenturen berücksichtigt. Nicht dabei sind Dienstleister, die für direkte Wettbewerber tätig sind. Damit dürften Agenturen wie PHD (Sony Mobile), Starcom (Samsung) und Carat (Nokia) außen vor bleiben.

Bei dem Pitch, der sich noch bis Jahresende hinziehen dürfte, geht es um viel Geld: Allein in Deutschland, wo das Unternehmen von Optimedia in Frankfurt betreut wird, hat HTC laut Nielsen Media Research in der Zeit von Januar bis Juli 2012 brutto knapp 10 Millionen Euro für Werbung ausgegeben. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Steigerung um 53 Prozent. Im Fokus stand dabei das Medium TV: Die Schaltung des von Mother, London, entwickelten TV-Spots für das HTC One ließ sch das Unternehmen gut 6 Millionen Euro kosten. Die weltweiten Spendings summieren sich auf etwa 130 Millionen Euro im Jahr.

In Deutschland hat HTC seit diesem Jahr auch eine neue Kreativagentur. Für die nationalen Werbekampagnen sowie die Adaption internationaler Auftritte ist die 2011 vom früheren Saatchi-Chef Holger Lutz gegründete Frankfurter Agentur HKS13 zuständig. mas
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