McCann attackiert Ex-Grey-Chef Bernd Michael

Donnerstag, 09. April 2009
Anzeige von McCann
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Die eigentlich beendete Auseinandersetzung zwischen der Agentur McCann-Erickson und Wettbewerber Grey beziehungsweise deren Ex-Chef Bernd Michael könnte neue Nahrung erhalten. In einer heute erschienenen Fachanzeige, in der McCann seine Solidarität mit dem Kunden Opel bekundet, attackiert die Agentur auch den früheren Rivalen Michael. Dieser arbeitet heute als freier Berater und steht zudem als Präsident an der Spitze des Deutschen Marketing-Verbands. Die "FTD" hatte Michael Anfang März in einem Artikel zur Situation bei Opel mit der Aussage zitiert: "Kein Mensch in Deutschland liebt diese blöde Marke." Dieses Zitat nimmt McCann nun in der Anzeige auf und entgegnet: "Der edle Mensch ist würdevoll, ohne überheblich zu sein; der niedrig Gesinnte ist überheblich, ohne würdevoll zu sein."

Auf Nachfrage bestätigt McCann-Chef Helmut Sendlmeier, dass die Aussage durchaus als "Schuss vor den Bug von Herrn Michael" zu verstehen ist. Mit der Kontroverse über den Umgang mit der Studie "Agentur-Images" aus dem Jahr 2005, die schließlich vor Gericht zugunsten McCanns entschieden wurde, habe die Sache allerdings nichts zu tun. "Dieser Streit ist beigelegt und vergessen", sagt Sendlmeier.

Vonseiten Michael heißt es, das jetzt angegriffene Zitat sei falsch wiedergegeben und nicht autorisiert gewesen. "Wer mich kennt, weiß, dass ich das Wort blöd nicht im Zusammenhang mit Marken benutze", so Michael. In der Online-Version des Artikels findet sich mittlerweile in der Tat eine andere Formulierung. Dort steht nun: "Kein Mensch in Deutschland hält diese Marke für unersetzlich." mam   
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