Maskottchen-Tod bei Air New Zealand: Fluglinie sucht Mörder per Online-Spiel

Freitag, 02. Dezember 2011
Per Online-Spiel "Cluedo" sucht Air New Zealand nach dem Mörder
Per Online-Spiel "Cluedo" sucht Air New Zealand nach dem Mörder

TV-Spots mit nackten Stewardessen und Sicherheitsvideos mit 70-jährigem Fitness-Guru: Die Fluglinie Air New Zealand ist für ihre ausgefallenen Werbeideen im Web bekannt. Ihr auf sexistische Bemerkungen stehendes Maskottchen "Risqué Rico" (Schlüpfriger Rico) hat bereits weit über die Grenzen Ozeaniens Kultstatus erlangt. Doch jetzt ist der tierische Werbebotschafter tot. Ermordet von einem Unbekannten. Hinter dieser krimitauglichen Geschichte verbirgt sich eine spannende Kampagne von Air New Zealand und ihrem Stammbetreuer Clemenger BBDO.

Wer ist der Mörder? Fans des flauschigen Testimonials, das für Viralspots die Baywatch-Legende David Hasselhoff interviewte und gemeinsam mit Snoop Dogg rappte, können sich jetzt auf Byebyerico.com als Ermittler versuchen. Einmal bei dem Onlinegame "Cluedo - Who murdered Rico" registriert, kann der User in verschiedenen Räumen nach Indizien suchen. Wer den Mörder findet, dem winkt eine Flugreise nach Los Angeles, der Heimat von Rico.

Für diese Internetkampagne arbeitet die Fluggesellschaft mit dem Spielehersteller Hasbro zusammen, der den Brettspielklassiker Cluedo in seinem Portfolio hat. Das Unternehmen kennt sich mit der Kooperation mit Marken bereits bestens aus, schließlich arbeitet es seit einiger Zeit mit der Burgerkette McDonald's für deren Monopoly-Aktionen zusammen.

Welcher Gegenstand in Ricos Schlafzimmer gibt Hinweise auf den Täter?
Welcher Gegenstand in Ricos Schlafzimmer gibt Hinweise auf den Täter?
Air New Zealand mit Sitz in Auckland steht für ausgefeiltes Social-Media-Marketing und besitzt eine große Fangemeinde im Netz. Insgesamt 15 Seiten für verschiedene Märkte und Kampagnen unterhält das Unternehmen beispielsweise bei Facebook, nutzt Twitter, Youtube und Foursquare. Auf Facebook hat alleine Werbemaskottchen Rico fast 50.000 Fans. "Als kleine Fluggesellschaft am anderen Ende der Welt könnten wir niemals mit klassischer Werbung mit einer so großen Zahl potentieller Kunden rund um den Globus in Kontakt kommen", erklärt Mike Tod, General Manager Marketing bei Air New Zealand, den Online-Fokus des Unternehmens anlässlich des Spots "Nothing to Hide" 2009. "Mit Klatsch und Tratsch über die Filmaufnahmen erreichten wir schon vor der Freischaltung des Streifens über 60 Millionen Verbraucher.” jm
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