MEC muss langjährigen Luxuskunden Chanel weltweit verteidigen

Donnerstag, 24. Januar 2013
Brad Pitt steht wie Marylin Monroe auf Chanel Nr. 5
Brad Pitt steht wie Marylin Monroe auf Chanel Nr. 5

Da wird das Medianetzwerk MEC (ehemals Mediaedge CIA) eine starke Duftspur setzen müssen, um den Mediaetat von Chanel verteidigen zu können. Der Luxuskonzern will sein gesamtes Mediabudget in Höhe von brutto 80 Millionen Euro überprüfen und global konsolidieren. Deutschland gehört mit zu den wichtigsten Absatzmärkten von Chanel. Das deutsche Schaltvolumen liegt allein bei 20 Millionen Euro brutto und wird seit mehr als zehn Jahren von MEC betreut. Die Zusammenarbeit hat also Tradition. Ebenso wie die Chanel-Werbung mit prominenten weiblichen Gesichtern aus der Welt der Mode und des Films in hochpreisigen Frauenzeitschriften. Bis im vergangenen Jahr der Hollywood-Star Brad Pitt einen Werbevertrag mit Chanel unterschrieb. Eine Zäsur, nicht nur weil er damit der erste männliche Protagonist einer Chanel-Werbekampagne wurde, sondern seit Oktober auch in dem ersten TV-Spot in der einhundert Jahre währenden Firmengeschichte für den Parfumklassiker Chanel Nr. 5 zu sehen ist. Regisseur des 30 Sekunden langen Werbefilms war kein Geringerer als Joe Wright, der auch bei "Sinn und Sinnlichkeit" Regie führte.

MEC gehört zur Group M, unter deren Dach die britische WPP-Holding ihre Medianetzwerke organisiert. Ob und welche anderen Mediaagenturen noch zu dem Pitch von Chanel geladen wurden, ist nicht bekannt. Sehr wohl bekannt aber ist, dass sich nicht nur Chanel Nr. 5, sondern auch Lippenstifte verflüchtigen. Wie ein Chanel-Manager gegenüber Horizont.net berichtete, "isst eine Frau pro Jahr einen Lippenstift". ejej
Meist gelesen
stats