London International Awards: Serviceplan und JvM räumen ab / Preisverleihung fällt aus

Montag, 05. November 2012
Bei den LIAs gibt es dieses Jahr Awards, aber keine Gala
Bei den LIAs gibt es dieses Jahr Awards, aber keine Gala

Serviceplan hatte in dieser Awardsaison bislang einen extrem guten Lauf, da überrascht es nicht sonderlich, dass auch bei den London International Awards (LIA) der Grand Prix an die Agenturgruppe geht. Allerdings gewinnt das Team von Kreativchef Alex Schill den Best of Show Award nicht mit dem bisherigen Pokalgarant "The Solar Annual Report", sondern mit einer Radiokampagne. Zugegeben, "Radio Ghosts" für die Johanniter-Unfallhilfe ist award-technisch auch kein unbeschriebenes Blatt, unter anderem gewann sie zweimal Gold in Cannes. Bei den LIAs gab es neben dem Grand Prix ebenfalls einmal Gold und einmal Bronze für die Kampagne. Darüber hinaus räumte Serviceplan mit dem erwähnten Geschäftsbericht und der Lego-Star-Wars-Orgel insgesamt drei weitere Gold- und drei Bronzemedaillen ab. 

Einen guten Medaillenspiegel kann auch Jung von Matt vorlegen. Kurz vor ihrem Jahr ohne Awards gewinnt die Agentur schnell noch zwei goldene Trophäen, und zwar für das Packaging Design von Ricola und den Dauerbrenner "The invisible drive" für Mercedes-Benz. Dieselbe Arbeit sorgt zudem für dreimal Silber, zweimal Silber sowie einmal Bronze gibt es für eine Print-Kampagne für Lego. Und zuguterletzt schafft es die viel diskutierte Arbeit "Stones Telling Stories" ebenfalls auf Bronzestatus.

Weitere Goldgewinner aus Deutschland sind Heimat (für "Keiner spürt es so wie du" im Auftrag von Hornbach), Scholz & Friends (für die Trashcam im Auftrag der Hamburger Stadtreinigung) und Ogilvy (für einen Radiospot der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover). Insgesamt gehen 38 Preise auf die Konten deutscher Agenturen, davon ein Grand Prix, zehn in Gold, 12 in Silber und 15 in Bronze. Freuen dürfen sich neben den genannten auch DDB Tribal, Kolle Rebbe, Gürtler Bachmann, BBDO, KNSK und Interone.

Keine Award Gala

In großer Gesellschaft gefeiert werden die Preisträger der LIAs in diesem Jahr allerdings nicht. Bisher hatte die Award Gala immer im November oder Dezember in London stattgefunden, darauf verzichtet der Veranstalter in diesem Jahr zugunsten der so genannten "Creative Conversations", die im September in Las Vegas am Rande der LIA-Jurysitzungen Premiere feierten. "Wir haben das mit den Executives vieler großer Agenturen und Verbände diskutiert", heißt es in einer Erklärung. "Sie teilten unsere Meinung, dass Seminare und das 'One to One' unter Vetretern der Branche weitaus relevanter und ertragreicher ist als eine Award Show unter vielen." Zu den Creative Conversations hatten die LIAs kreative Mitarbeiter auf Empfehlungen von Agenturchefs eingeladen. "Das Budget, dass wir bisher für die Award Gala übrig hatten, kann so besser genutzt werden", sind die Organisatoren überzeugt. Trotzdem lassen sie es sich nicht nehmen, wenigstens die Grand Prixs persönlich zu übergeben, dafür reisen sie in die jeweiligen Agenturen. jf

Die Arbeiten, mit denen Serviceplan, Crispin, Porter + Bogusky, BETC und die Creative Artists Agency und R/GA ihre Best of Show Awards gewonnen haben, sehen Sie auf den nächsten Seiten

Serviceplan für Johanniter-Unfallhilfe

Crispin, Porter + Bugusky für American Express

BETC für Canal+

Creative Artists Agency für Chipotle

R/GA für Nike



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