Leo Burnett verteidigt Franz-Josef Rensmann

Freitag, 25. August 2006

Die Frankfurter Werbeagentur Leo Burnett reagiert mit einer Presserklärung auf die in der heutigen Ausgabe des "Manager Magazins" aufgetauchten Spekulationen um ihren designierten CEO Franz-Josef Rensmann. Das Wirtschaftsblatt berichtet über einen Mitarbeiter von Daimler-Chrysler, der mit Lieferanten wie der Ogilvy-Tochter RMC Scheingeschäfte durchgeführt habe. In diesem Kontext wird unterstellt, dass gegen Rensmann, den ehemaligen Geschäftsführer von RMC, ermittelt werde. Dazu erklärt Felix Dörr, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Dörr & Partner: "Herr Rensmann hat sich bereits vor Monaten umfassend gegenüber den Behörden erklärt. Neue Vorwürfe sind uns nicht bekannt. Wir haben keinerlei Hinweise darauf, dass RMC und der damalige Geschäftsführer, Franz-Josef Rensmann, Kenntnis von unlauteren Geschäften ihres Vertragspartners gehabt hätten." Rückendeckung bekommt Rensmann auch von seinem künftigen Vorgesetzten Richard Pinder, Präsident Leo Burnett EMEA: "Ich kenne Franz-Josef seit zehn Jahren. Ich habe mit ihm gearbeitet. Ich weiß, dass er integer ist. Es gab weder in der Vergangenheit noch gibt es derzeitig Beweise, die belegen, dass er sich etwas hat zu Schulden kommen lassen. Deshalb ist es für Leo Burnett keine Frage, mit dem Plan fortzufahren, dass er ab 2. Oktober 2006 der neue CEO wird."

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen war nämlich auch die Frage aufgetaucht, ob dies der Grund für sein Ausscheiden bei der deutschen Ogily-Gruppe gewesen sein könnte. Dazu Rensmann selbst: Meine Entscheidung Ogilvy zu verlassen, hat absolut nichts mit der Daimler-Angelegenheit zu tun - Es gibt gute Gründe, Ogilvy zu verlassen und gute Gründe zu Burnett zu gehen. Punkt."

Auch Rensmanns ehemaliger Chef, Lothar S. Leonhard, Chairman von Ogilvy Deutschland, äußert sich zu der Affäre: "Ich habe keinen Grund an Franz-Josef Rensmanns Unbescholtenheit zu zweifeln." Alle bisherigen Nachprüfungen hätten ergeben, dass er und RMC ohne sein Wissen in betrügerischer Absicht missbraucht worden seien. "Wäre es anders, hätten wir Franz-Josef Rensmann zweifellos im November 2005 von seinen Aufgaben entbunden." bu

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