Leo Burnett strukturiert um

Mittwoch, 27. Oktober 1999

Leo Burnett in den USA nimmt Abschied von der erst vor zwei Jahren eingeführten dezentralen Struktur der Mini-Agenturen. Diese neue Struktur sollte das angeschlagene Headquarter in Chicago aus der Krise führen und für mehr Kundennähe sorgen. Nun wendet sich das Management wieder von dieser Struktur ab. Künftig sollen die Markenteams wieder als eine große Einheit operieren. Für Branchenkenner kommt die Umstrukturierung allerdings nicht überraschend. In den vergangenen Monaten sei deutlich geworden, dass die Aufteilung in Mini-Agenturen den gesteckten Zielen entgegenarbeitet und sie nicht einheitlich operiert hätten. "Die organisatorische Struktur hat von der Tatsache abgelenkt, dass wir eine der stärksten Markenagenturen der Welt mit unvergleichlichen Ressourcen unter einem Dach sind", erklärt Linda Wolf, die im Rahmen der Reorganisation zum Chief Executive Officer der Agentur ernannt wurde. Ebenfalls befördert wurde Cheryl Berman, die zu ihrer Funktion als Chief Creative Officer die Position des Chairman USA übernimmt. Das Duo hatte die US-Büros von Leo Burnett bereits 1997 geleitet. Die mit den Mini-Agenturen geschaffenen Markenteams, die innerhalb der jeweiligen Agentur für Kreation, Planung, Beratung und Produktion der Kunden zuständig sind, bleiben erhalten und berichten direkt an Burnetts US-Manager. Die Hierarchie-Stufe über den Markenteams, die so genannten Managementteams dagegen wird aufgelöst.
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