"Lead-Magazin des Jahres" wurde nicht vergeben

Donnerstag, 12. Oktober 2000

Das Juryurteil der Akademie Bildsprache ist eindeutig: Keiner Zeitschrift ist es gelungen, sich als "Lead-Magazin des Jahres" 2000 zu qualifizieren. Es herrsche "kreativer Stillstand", zieht Jurysprecher Peter Wippermann das Fazit. Nun werden die Magazine "Jetzt", "SZ-Magazin", "Mare", "Brand Eins", "Geo", "Architektur & Wohnen", "Der Spiegel" und "Allegra" als Shortlist präsentiert. Bei der Wahl zum besten Titel des Jahres konnte sich die Akademie ebenfalls nicht für einem ersten Platz entscheiden. Auf Rang 2 stehen das Cover der März-Ausgabe 1999 von "Brand Eins" und das Cover der Oktober-Ausgabe 1999 von "Geo". In der Kategorie "Klassiker des Jahres" hat sich der "Feinschmecker" durchsetzen können. Gelobt wurde unter anderem die "zeitlose Frische" des Magazins. Zum ersten Mal hat sich die Akademie dem Online-Publishing-Markt gewidmet. Spiegel.de liegt in der Kategorie "News" an der Spitze, bei den Magazin hat Max.de die Nase vorn. Im Gegensatz zum "Lead-Magazin des Jahres" gibt es bei den Lead-Anzeigen klare Gewinner. Die "Kampagne des Jahres" holte sich die Deutsche Bahn, konzipiert von der Hamburger Agentur Jung v. Matt. Wieden & Kennedy konnte in der Kategorie "Visuelles Konzept des Jahres" mit den Anzeigen für den Audi A2 überzeugen. In der Kategorie "Neue Bildsprache des Jahres" hat sich Prada durchgesetzt, die "originellste Kampagne" kommt von Syneco. Den Wettbewerb Lead-Fotografie konnte Peter Menzel für seine "Geo"-Reportage "Maskenball im Niemendsland" für sich entscheiden. Fotoessay des Jahres ist die Sequenz "Die weißen Seebären" von Heidi und Hans-Jürgen Koch in dem Magazin "Mare". Die besten Anzeigen, die besten Magazine und die besten Fotografien wurden zum zehnten Mal von der Akademie Bildsprache mit Unterstützung von HORIZONT und "Spiegel" verliehen.
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