Krach in der Konferenz der Deutschen Designzentren

Mittwoch, 29. August 2007

Gleich drei Mitgliedsorganisationen haben Anfang der Woche die Konferenz der Deutschen Designzentren (KDD) verlassen. IF Hannover, das Designzentrum Nordrhein-Westfalen sowie Hamburgunddesign haben ihren Rücktritt aus der Dachorganisation erklärt. Gleichzeitig legte Ralph Wiegmann, Geschäftsführer von IF Hannover, sein Amt als Sprecher der KDD nieder. Als Grund nennt Wiegmann unüberbrückbare Differenzen innerhalb der Konferenz: "Wir sind angetreten, dem Design in Deutschland wieder eine Stimme zu geben. Die dazu erforderlichen Beschlüsse müssen dann auch gelten und konsequent verfolgt werden. Endlose Debatten habe ich in den vergangenen Jahren ausreichend erlebt."

Peter Zec, Leiter des ebenfalls ausgetretenen Designzentrums NRW, findet noch deutlichere Worte: "Individualinteressen einiger Weniger werden nach wie vor über die Gemeinschaftsinteressen gestellt. Auf dieser Basis ist eine konstruktive Zusammenarbeit bis auf Weiteres nicht mehr zu erwarten." Für Konfliktstoff sorgte laut Zec unter anderem die Nominierungspraxis und Finanzierung des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland sowie die Rolle des Rats für Formgebung beim Runden Tisch der Designinitiative der deutschen Wirtschaft.

Die verbliebenen neun Mitglieder, darunter der Rat für Formgebung, das Design Center Stuttgart und das Internationale Designzentrum Berlin, können den Austritt der drei bisherigen Partner nicht nachvollziehen und verweisen auf gemeinsam realisierte Projekte. Die angestoßenen Initiativen sollen fortgesetzt werden. mam

Meist gelesen
stats