Konjunktur: Group M korrigiert Prognose für Großbritannien nach oben / Stabile Gesamterlöse 2010

Montag, 07. Dezember 2009

Die Werberezession wird in Großbritannien wohl nicht ganz so schlimm ausfallen wie bislang befürchtet. Dafür spricht jedenfalls die jüngste Prognose von Group M. Nach Einschätzung des Mutterkonzerns von Mindshare, Mediacom und Mediaedge CIA werden die Werbeinvestitionen in Großbritannien in diesem Jahr um 12 Prozent unter denen des Vorjahres liegen. Die Gesamtspendings dürften sich 2009 damit auf netto 12,5 Milliarden Euro belaufen. Damit korrigiert die von Martin Sorrell geführte Holding ihre eigene Prognose nach oben. Mitte des Jahres hatte Group M noch ein Minus von 14 Prozent vorausgesagt. Adam Smith, Futures Director bei Group M, begründet die optimistischere Prognose mit den Entwicklungen im 4. Quartal. Viele Unternehmen hätten ihre Spendings seit Oktober stark erhöht.

Ebenfalls deutlich positiver als bislang fällt die Prognose fürs kommende Jahr aus. Group M geht davon aus, dass die Werbeausgaben 2010 in Großbritannien das Niveau des Jahres 2009 erreichen werden. “Das Vertrauen kehrt zurück", so Smith. Nach Ansicht des Marktforschers könnte das schon ausreichen, um die Investitionen weiter anzukurbeln. Die Prognose von Group M für Großbritannien fällt damit deutlich besser aus als die jüngste für Deutschland. Der ZAW hatte vergangene Woche für 2010 ein weiteres Minus von 3 Prozent vorhergesagt.


Wachsen sollen im kommenden Jahr in Großbritannien vor allem die Werbeträger Online und Mobile. Handywerbung soll um 50 Prozent zulegen, das Internet immerhin um 7,3 Prozent. Das einzige klassische Medium, das noch zulegen soll, ist Out of Home mit 2,2 Prozent. TV bleibt mit minus 0,2 Prozent nahezu stabil. Weiter an Umsatz verlieren sollen dagegen die Medien Radio (minus 5 Prozent), überregionale (minus 5,8 Prozent) und regionale (minus 4,6 Prozent) Zeitungen, Magazine (minus 8,1 Prozent) und Kino (minus 2,4 Prozent). mas
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