Kommunikationsverband will bei der Uefa-Ausschreibung schlichten

Freitag, 16. März 2007

Der Kommunikationsverband bietet sich in der Diskussion um die Uefa-Ausschreibung für die Events zur Fußball-Europameisterschaft als Mediator an. Der Verband sieht in dem offenen Brief des Forum Marketing Eventagenturen FME zu den Vergabemodalitäten zu insgesamt fünf Inszenierungen rund um die EM 2008 in Österreich und der Schweiz einen weiteren Beleg dafür, dass das Thema Urheberrecht in der Kommunikationslandschaft zunehmend Brisanz gewinnt. Das FME hatte unter anderem kritisiert, dass die am Auswahlverfahren beteiligten Kommunikationsdienstleister alle Rechte bereits bei der Präsentation gegenüber der Uefa abtreten sollen. Der Kommunikationsverband, der zum Thema "Schutz von Nutzungsrechten" im kommenden Herbst einen Workshop abhalten wird, bietet sich im konkreten Fall der Uefa-Ausschreibung als Schlichter an. "Die Art der Ausschreibung der Uefa ist unverständlich, weil gerade dieser Verband, wie kaum eine anderer mit Rechten handelt und diese für sich kapitalisiert", kritisiert Klaus Flettner, Präsident des Kommunikationsverband das Prozedere.

"Es kann nicht sein, dass Recht in einer solchen Form einseitig genutzt und Marktmacht missbraucht wird", ergänzt Jürgen Schacht, Verbandsanwalt und Präsidiumsmitglied. Als ebenfalls unverständlich sieht es der Verband, dass Agenturen jeder Größe, national wie international, an einem solchen Verfahren teilnehmen. Zumal alle Beteiligten wissen müssten, dass die Uefa ihre "Mitspieler" mehr oder weniger bereits festgelegt haben dürfte und diese Ausschreibung nicht viel mehr sei, als ein notwendiger bürokratischer Akt. "Wo bleibt hier die Haltung der Dienstleister und ihre Sensibilität für Qualität", fragt Verbandsvize Oliver Klein. si

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