Kolle Rebbe und Shipyard begleiten die CDU zur Bundestagswahl 2009

Donnerstag, 30. August 2007
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla arbeitet künftig mit Kolle Rebbe zusammen
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla arbeitet künftig mit Kolle Rebbe zusammen

Jetzt ist es offiziell: Die Hamburger Werbeschmiede Kolle Rebbe wird Lead-Agentur der CDU auf Bundesebene auf dem Weg zur Bundestags- und Europawahl 2009. Damit bestätigt sich eine entsprechende HORIZONT-Vermutung vom Montag dieser Woche. Für taktische Maßnahmen, etwa schnelle werbliche Reaktionen auf Aktivitäten der politischen Konkurrenz oder die Mobilisierung von Wahlkampfhelfern, wird weiterhin Shipyard in Hamburg als Projektagentur zuständig sein. "Beide inhabergeführte Agenturen stehen für hohe Professionalität, moderne Kommunikation und den nötigen Biss", sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla auf einem Pressegespräch in Hamburg. Mit der Agenturentscheidung zwei Jahre vor den beiden Wahlen wolle die CDU "frühzeitig kommunikative Maßstäbe setzen". Zum Budget der geplanten Einzelkampagnen, die unter dem Dach des jetzt unterzeichneten Rahmenvertrages mit Kolle Rebbe entstehen sollen, wollte Pofalla keine Angaben machen: "Diese Entscheidung treffen die Parteigremien erst im kommenden Jahr." Für Kommunikation im Vorfeld der Bundestagswahl 2005 investierte die CDU rund 20 Millionen Euro.

Bisher hat die Bundes-CDU mit McCann-Erickson in Hamburg und Berlin als Lead-Agentur zusammengearbeitet. Mit der Bundestagswahl 2005 seien diese Verträge ausgelaufen, so Pofalla. Gleichwohl werde man "noch punktuell" mit McCann-Erickson zusammenarbeiten. So betreut die Agentur weiterhin die CDU in Schleswig-Holstein.

Agenturchef Stephan Rebbe will ein Team von dauerhaft etwa sechs Mitarbeitern für den Neukunden abstellen. In der heißen Phase des Wahlkampfs sollen dann "deutlich mehr" hinzukommen - auch vor Ort in der CDU-Geschäftsstelle in Berlin. Dies soll vor allem durch interne Umbesetzungen geschehen, "eventuell" will man auch neue Mitarbeiter einstellen. "Aber mit unseren 140 Kollegen könnten wir ein solches Mandat schon jetzt aus dem Stand heraus stemmen", sagt Rebbe. Befürchtungen, fortan als "CDU-Agentur" zu gelten und andere Kunden (Deka, Otto, Bahlsen, Gauloises, Google, Bionade) damit zu vergrätzen, hat Rebbe nicht: "Wir haben mit einigen Kunden interessante Diskussionen geführt, aber da wird keiner von der Fahne gehen. Letztlich sind wir Dienstleister." rp

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