Kogag ist zahlungsunfähig

Mittwoch, 02. November 2011
Ralf (l.) und Marc Domning
Ralf (l.) und Marc Domning

Die nach eigenen Angaben älteste deutsche Agentur für Live-Komunikation Kogag ist pleite. Heute Vormittag hat die Firma beim Amtsgericht Wuppertal einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Damit begibt sich die Agentur in die Hände eines Insolvenzverwalters. Als Grund für den Niedergang nennt Kogag "verschärfte Marktbedingungen, aufwendige Pitchrunden und sich stetig verringernde Margen." Zudem sei man durch illoyales Verhalten ehemaliger Mitarbeiter geschädigt worden, teilt die Agentur mit. Der dadurch entstandene Verlust langjähriger Etats hätte nicht mehr kompensiert werden können. Die Situation sei darüber hinaus durch mangelndes Engagement der Banken, einen Rechtsstreit mit einem US-Autohersteller und die schlechte Zahlungsmoral der Kunden verschärft worden. Die laut Kogag im 1. Quartal noch positive Geschäftsentwicklung sei in den folgenden Monaten durch eine Reihe negativer Ereignisse zunichte gemacht worden.

"Es ist für mich eine extrem schmerzhafte Situation, trotz intensivster Bemühungen und Anstrengungen nach 41 Jahren diesen Weg gehen zu müssen. Besonders leid tut es mir um unsere loyalen Mitarbeiter und Zulieferer. Wir werden alles dafür tun, um für sie und alle anderen Beteiligten eine gute Lösung zu finden, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Ralf Domning. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die Firma Kogag Brand Activation nicht von der Insolvenz betroffen ist.

Kogag hatte für das Jahr 2010 im Bereich Live-Kommunikation einen Honorarumsatz von rund 6 Millionen Euro und 45 Mitarbeiter gemeldet. Die Agentur wurde 1970 von Peter Bremshey gegründet. Ein Jahr später stieg Ralf Domning als Partner ein. 2006 wurde sein Sohn Marc Mitglied der Geschäftsleitung. mam
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