Klaus-Peter Schulz kritisiert Kultur im Mediageschäft

Donnerstag, 11. März 2010
Nimmt kein Blatt vor den Mund: Klaus-Peter Schulz
Nimmt kein Blatt vor den Mund: Klaus-Peter Schulz

Der ehemalige Vermarktungsvorstand von Pro Sieben Sat 1, Klaus-Peter Schulz, geht hart mit den Usancen im Mediageschäft ins Gericht. "Was sich in den vergangenen fünf Jahren verändert hat, ist die Kultur: Profilierung und Effekthascherei statt Diskretion und Effizienz", sagt Schulz in seinem ersten Interview nach seinem Ausscheiden bei Pro Sieben Sat 1 gegenüber HORIZONT. "Es ist nicht in Ordnung, einer Agentur in einem Zweizeiler mitzuteilen, dass  das Honorar um ein Drittel gekürzt wird. Solche Beispiele zeugen von einer Nicht-Kultur, die um sich greift", beklagt Schulz. Auch die OWM bekommt ihr Fett weg. Schulz: "Einige OWM-Vorstände agieren für den Verband anders, als wenn sie für ihre eigenen Häuser verhandeln." Es stelle sich die Frage, wer von den Diskussionen profitiere, die von der OWM angestoßen wurden.

Exklusiv für Abonnenten

Exklusiv für Abonnenten
Das gesamte Interview mit Klaus-Peter Schulz lesen Sie in der aktuellen HORIZONT Ausgabe 10/2010 vom 11. März 2010.

HORIZONT abonnieren
HORIZONT E-Paper abonnieren


Für die Mediaplanung erwartet Schulz keine dramatischen Verschiebungen durch die Fragmentierung der Medienlandschaft. TV bleibe auch in Zukunft unverzichtbar, um Awareness und eine hohe Reichweite aufzubauen. "Worauf es aber zunehmend ankommt, ist die gesamte Verwertungskette zu beherrschen. Es muss gelingen, TV ins Internet zu verlängern und dort konkrete Verkaufsprozesse in Gang zu setzen." js
Meist gelesen
stats