Kinderüberraschung: Zum Goldenen Hirschen reagiert auf Kritik

Mittwoch, 10. Oktober 2012
Martin Blach
Martin Blach

Mit dem Imagespot für Kinderüberraschung hat Zum Goldenen Hirschen einen sympatischen Auftritt abgeliefert - und wurde promt abgewatscht. Kaum war der Film im Netz zu sehen, meldeten sich die Kritiker zu Wort und beschimpften die Hamburger Agentur des Ideenklaus. Hier melden sich die Macher zu Wort.


Anlass für die negativen Kommentare auf HORIZONT.NET und anderen Plattformen war ein wissenschaftliches Konzept aus den 60er Jahren, in dem Kindern ein zweiter Marshmallow versprochen wurde - unter der Voraussetzung, dass sie den ersten nicht sofort aufaßen. Diverse Interpreten griffen diesen Test in unterschiedlichen Varianten auf (siehe unten). So sympatisch das Kinderüberraschungs-Commercial also auch rüber kommt: Die Idee ist nicht neu - ein Satz, der zumindest bei Kreativwettbewerben oft als K.O.-Kriterium gilt. Als Plagiatoren mögen sich die Hirschen aber nicht beschimpfen lassen

Denn, das bemerkt Agentur-CEO  Martin Blach: "Werbung basiert selten auf einer komplett neuen Idee, sondern ist in den meisten Fällen ein Zitat. Die bahnbrechenden Ideen kommen von Schriftstellern, Künstlern und Filmemachern, aus der Mode et cetera; Agenturen haben die Fähigkeit, sie mit einem kommerziellen Zweck sinnvoll zu verbinden." Genau das sei der Ansatz der Kinderüberraschungskampagne, bei deren Entwicklung man sich übrigens tatsächlich von dem besagten Test inspirieren hat lassen.

Allerdings nicht, indem man ihn platt kopierte, sondern ihn im Sinne der zu betreuenden Marke auflud. "Während es bei den anderen Interpretationen um den Geschmack einer Süßigkeit geht, steht bei uns das Kernthema Neugier im Mittelpunkt", so Blach. jf





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