Kik durchleuchtet den Agenturmarkt

Dienstag, 20. September 2011
Kik führt Gespräche mit Agenturen
Kik führt Gespräche mit Agenturen

Der Modefilialist Kik ist auf der Suche nach einer neuen Werbeagentur. Nach der Trennung von der Hamburger Kreativschmiede McCann Erickson im Frühjahr 2011 bemüht sich der Textildiscounter um einen Nachfolger auf dem Stammbetreuerposten. Laut einer Unternehmenssprecherin hat Kik bereits Kontakt zu ausgewählten Dienstleistern aufgenommen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. "Die Gespräche laufen noch", so die Sprecherin gegenüber HORIZONT.NET.
Hintergrund dürfte unter anderem die aktuelle Kommunikationsoffensive des Unternehmens sein. Wie HORIZONT.NET gestern vorab berichtete, startet Kik in dieser Woche erstmals in seiner Geschichte eine Imagekampagne. In den TV- und Kinospots des Unternehmens treten anstelle prominenter Testimonials wie Verona Pooth diesmal Mitarbeiter des Unternehmens auf, die in einem Casting  ausgewählt wurden. Da die Kampagne auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll, will sich Kik offenbar neue kreative Impulse von außen einholen.

Bei der Entwicklung der aktuellen TV-Spots und Anzeigen arbeitet Kik mit Echopark zusammen. Die Essener Werbe- und Produktionsgesellschaft, die bereits seit der Gründung von Kik vor 17 Jahrenund Flyer und scheint damit auf Dauer auch ausgelastet zu sein. Daher geht es Kik nach Angaben der Sprecherin bei den aktuellen Sondierungsgesprächen auch darum, eine Agentur langfristig an das Unternehmen zu binden. Von einem Pitch oder einer offiziellen Ausschreibung will die Sprecherin aber nichts wissen: "Wir sprechen lediglich mit ausgewählten Dienstleistern".

Kik hat im vergangenen Jahr mit seinen gut 20.000 Mitarbeitern
1,66 Milliarden Euro umgesetzt und gehört nach eigenen Angaben zu den Top Ten des deutschen Einzelhandels. In puncto Werbung gehört Kik ebenfalls zu den Großen: Laut Nielsen Media Research hat Kik im vergangenen Jahr brutto knapp 41 Millionen Euro in klassische Kommunikation investiert. Im Vorjahr waren es sogar knapp 56 Millionen Euro. mas
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